Hensoldt Aktie: 17 Prozent Plus in einer Woche

Management-Zukäufe nahe dem Jahrestief treiben Hensoldt-Aktie um 17 Prozent. Analysten bleiben trotz Rekordaufträgen skeptisch.

Die Kernpunkte:
  • Vorstand kauft Aktien nahe Tiefststand
  • Kurs erholt sich um 17 Prozent
  • Analysten heben Rating auf Hold an
  • Auftragsbestand erreicht Rekordniveau

Starker Auftragseingang, ein gestopptes Rüstungsprojekt und skeptische Analysten. Bei Hensoldt prallen aktuell gegensätzliche Signale aufeinander. Das Management setzt in dieser unruhigen Phase ein klares Zeichen.

Vertrauensbeweis treibt den Kurs

Ende Juni markierte das Papier bei 63,12 Euro ein neues Jahrestief. Vorstandschef Oliver Dörre und Finanzchefin Inka Tews nutzten diesen Rücksetzer aus. Sie kauften eigene Aktien nahe dem Tiefpunkt. Der Markt wertete dies als massives Vertrauenssignal.

Die Folge: eine steile Erholung. Am Donnerstag schloss der Kurs bei 76,06 Euro. Auf Wochensicht bedeutet das ein sattes Plus von gut 17 Prozent.

Analysten trauen dem rasanten Aufschwung allerdings nicht vollends. Das Analysehaus mwb research reagierte zwar auf die jüngsten Management-Zukäufe. Die Experten hoben ihr Rating von „Sell“ auf „Hold“ an. Das Kursziel verharrt jedoch unverändert bei 62 Euro. Damit taxiert die Bank den fairen Wert merklich unter dem aktuellen Börsenkurs.

Operatives Geschäft liefert Rückenwind

Fundamental steht der Rüstungselektronik-Konzern robust da. Der Auftragseingang verdoppelte sich im ersten Quartal auf rund 1,5 Milliarden Euro. Der gesamte Auftragsbestand erreichte einen Rekordwert von 9,8 Milliarden Euro.

Hinzu kommt ein erfreulicher Mittelzufluss. Der bereinigte freie Cashflow soll künftig rund 50 Prozent des operativen Gewinns ausmachen. Schnellere Vorauszahlungen der Bundesregierung treiben diese Entwicklung maßgeblich an.

Den Ausfall eines Großprojekts verbucht das Unternehmen scheinbar als Randnotiz. Die Bundeswehr strich kürzlich das F126-Fregattenprogramm. Hensoldt erwartet dadurch kaum nennenswerte Umsatzeinbußen. Der Vorstand hält strikt an der Finanzprognose für das laufende Jahr fest. Als Ausgleich prüft der Konzern nun die Beteiligung an anderen Marineaufträgen.

Wichtige Hürde rückt näher

Charttechnisch nähert sich die Aktie einer massiven Barriere. Die 200-Tage-Linie verläuft aktuell bei 80,97 Euro. Ein Ausbruch über diesen Widerstand würde den frischen Aufwärtstrend untermauern. Scheitert der Vorstoß, droht ein rascher Rückfall in Richtung des jüngsten Tiefs. Die Schwankungsbreite der Papiere bleibt mit über 54 Prozent enorm hoch.

Handfeste Zahlen bringt Ende Juli der Halbjahresfinanzbericht. Dann muss das Management die angehobene Cashflow-Prognose belegen. Außerdem erwarten Investoren Klarheit über die vertragliche Abwicklung des F126-Programm-Stopps.

Anzeige

Hensoldt-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hensoldt-Analyse vom 3. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Hensoldt-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hensoldt-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Hensoldt: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Hensoldt