Hensoldt Aktie: Auftragseingang auf 1,48 Milliarden

Hensoldt meldet historischen Auftragsbestand von 9,8 Milliarden Euro und treibt Übernahme von Nedinsco voran.

Die Kernpunkte:
  • Rekordhoch beim Auftragsbestand
  • Dividende um zehn Prozent erhöht
  • Übernahme von Nedinsco geplant
  • Umsatzprognose von 2,75 Milliarden Euro

99,99 Prozent Zustimmung für die Dividende, ein Rekordauftragsbestand und ein strategischer Zukauf – Hensoldt durchlebt eine intensive Phase. Nach der Hauptversammlung am vergangenen Freitag und dem Dividendenabschlag am Montag richtet sich der Blick nun auf das operative Geschäft. Heute tritt der Vorstand auf einer Investorenkonferenz in Frankfurt auf.

Hauptversammlung und Dividende

Die Aktionäre segneten die Dividendenerhöhung auf 0,55 Euro je Aktie ab – ein Plus von zehn Prozent. Der rechnerische Abschlag erfolgte planmäßig. Die Auszahlung ist für morgen terminiert.

Mit diesem technischen Effekt rückt die fundamentale Entwicklung in den Fokus. Das Management nutzt die dbAccess European Champions Conference der Deutschen Bank, um Investoren die aktuellen Fortschritte zu erläutern.

Rekordaufträge als Herausforderung

Hensoldt profitiert massiv von der gestiegenen Nachfrage in europäischen Kernmärkten. Die Q1-Zahlen zeigten das deutlich: Der Auftragseingang verdoppelte sich auf 1.483 Millionen Euro. Der gesamte Auftragsbestand erreichte mit rund 9,8 Milliarden Euro einen historischen Höchststand.

Großprojekte der Bundeswehr treiben das Wachstum – etwa die Ausstattung der Puma-Schützenpanzer und des neuen Gefechtsfahrzeugs Schakal. Die Herausforderung: Dieses Volumen effizient abzuarbeiten. Die massiven Vorabinvestitionen in Produktionskapazitäten binden derzeit erhebliche Barmittel.

Strategischer Zukauf und Ausblick

Um die Lieferketten abzusichern, treibt Hensoldt die Übernahme des niederländischen Optronik-Spezialisten Nedinsco voran. Die komplett aus bestehenden Mitteln finanzierte Transaktion soll Mitte 2026 abgeschlossen werden.

Für das Gesamtjahr bleibt die Prognose: rund 2,75 Milliarden Euro Umsatz bei einer operativen Marge zwischen 18,5 und 19,0 Prozent.

Die Aktie notierte gestern bei 88,98 Euro – ein Plus von 11,76 Prozent binnen einer Woche. Der RSI von 64,1 signalisiert moderate Kaufdynamik. 35 Prozent über dem 52-Wochen-Tief, 23 Prozent unter dem Hoch. Die heutige Konferenz gibt einen Gradmesser, ob institutionelle Anleger dem Wachstumskurs vertrauen.

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