Hensoldt Aktie: ECRS-Mk1-Radar startet Live-Tests

Hensoldt beginnt mit Indra die Flugerprobung des ECRS-Mk1-Radars. Die Aktie notiert unter Druck, Analysten sehen jedoch Aufholpotenzial.

Die Kernpunkte:
  • Gemeinsame Flugtests mit spanischer Indra
  • Modernes Radar für Eurofighter-Kampfjets
  • Aktie notiert unter 50-Tage-Linie
  • Analysten erwarten deutliches Kurspotenzial

Die internationale Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin läuft auf Hochtouren. Passend dazu zündet Hensoldt die nächste Stufe für sein wichtigstes Rüstungsprojekt. Gemeinsam mit der spanischen Indra-Gruppe startet der Konzern die Live-Tests für das neue Eurofighter-Radar. Die Börse reagiert bisher verhalten.

Vom Labor in den echten Einsatz

Das System verlässt nun die Testlabore. Die Entwickler prüfen das ECRS-Mk1-Radar fortan unter realistischen Flugbedingungen. Dafür nutzen sie echte und kooperative Flugziele. Das hochmoderne Phased-Array-Radar ersetzt die alten mechanischen Systeme der deutschen und spanischen Kampfjets.

Die neue Technik verbessert die Luft- und Bodenaufklärung erheblich. Parallel dazu integriert Hensoldt erweiterte Funktionen für die elektronische Kriegsführung. Als Testträger dient ein umgebauter Airbus A320 mit einer speziellen Eurofighter-Nase. Die ersten fertigen Radarsysteme gehen voraussichtlich 2027 an die Bundeswehr und Spanien.

Neue Rolle als Systemintegrator

Auf der ILA in Berlin präsentiert sich das Unternehmen mit neuem Selbstbewusstsein. Bisher kannte der Markt Hensoldt vor allem als Zulieferer für Sensoren und Optik. Das Ziel: Der Konzern will zum umfassenden Systemintegrator aufsteigen. Am Messestand zeigt das Management, wie Software verschiedene Sensordaten zu einem zentralen Lagebild verschmilzt.

Aktie sucht den Boden

Am Aktienmarkt spiegelt sich der operative Fortschritt noch nicht wider. Das Papier schloss am Mittwoch bei 78,50 Euro. Damit notiert der Kurs knapp unter der wichtigen 50-Tage-Linie. Auch der längerfristige Abwärtstrend bleibt vorerst intakt.

Vom Rekordhoch im vergangenen Herbst trennen die Aktie aktuell rund 32 Prozent. Analysten sehen hier deutliches Aufholpotenzial. Der Broker-Konsens erwartet auf Sicht von zwölf Monaten einen Kurs von gut 91 Euro. Die Deutsche Bank ruft mit 101 Euro sogar das höchste Ziel im Markt aus.

Fundamental steht das Unternehmen solide da. Das Management erwartet für das laufende Jahr rund 2,75 Milliarden Euro Umsatz. Die operative Marge soll bei bis zu 19 Prozent liegen. Kürzlich hob der Vorstand die Prognose für den freien Cashflow deutlich an.

Am 31. Juli legt Hensoldt die Zahlen für das erste Halbjahr vor. Der Auftragseingang gilt durch die staatlichen Rüstungsprogramme als gesichert. Investoren achten dann vor allem auf ein Detail. Das Management muss beweisen, dass es die vollen Auftragsbücher profitabel in Umsatz verwandelt.

Anzeige

Hensoldt-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hensoldt-Analyse vom 11. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Hensoldt-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hensoldt-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Hensoldt: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Hensoldt