Hensoldt Aktie: Insiderkäufe nahe 63,12 Euro
Hensoldt-Chef Oliver Dörre kauft nahe am Jahrestief Aktien. Auch Finanzvorständin Tews investiert. Die Charttechnik bleibt trotz Kurserholung angeschlagen.

- CEO Dörre kauft zum dritten Mal
- Kurs nahe 52-Wochen-Tief
- Finanzvorständin Tews investiert ebenfalls
- Charttechnik weiterhin unter wichtigen Durchschnitten
Hensoldt-Chef Oliver Dörre hat erneut eigene Aktien gekauft. Es ist bereits der dritte Insiderkauf des CEOs im Juni. Die Aktie reagiert am Mittwoch mit einem Plus von 4,21 Prozent auf 70,84 Euro.
Kauf nahe am Jahrestief
Am 26. Juni erwarb Dörre über Xetra Hensoldt-Aktien in drei Teilausführungen. Die Preise lagen bei 64,28 Euro, 63,46 Euro und 63,48 Euro. Das gemeldete Gesamtvolumen beträgt knapp 63.871 Euro, veröffentlicht wurde die Meldung am 29. Juni.
Der Zeitpunkt ist auffällig. Das 52-Wochen-Tief der Aktie liegt bei 63,12 Euro, notiert am 26. Juni – exakt dem Tag von Dörres Kauf. Der CEO hat also nahe am bisherigen Jahrestief zugegriffen.
Dörre und Tews kaufen mehrfach
Der Kauf vom 26. Juni steht nicht für sich allein. Bereits am 22. Juni hatte Dörre zugekauft: zu 69,50 Euro über Xetra und zu 67,98 Euro über die Börse Stuttgart. Das Volumen dieser beiden Geschäfte lag zusammen bei rund 172.000 Euro.
Auch Finanzvorständin Inka Tews trat im Juni als Käuferin auf. Am 23. Juni erwarb sie Aktien über Xetra zu 69,50 Euro, einen Tag später über die Börse Frankfurt zu 67,36 Euro. Beide Transaktionen bewegten sich im Volumen von jeweils rund 10.000 Euro.
Mehrere Insider kaufen innerhalb weniger Tage zu fallenden Kursen. Das ist ein Signal, das Marktbeobachter typischerweise aufmerksam registrieren – auch wenn daraus keine automatische Kursprognose folgt.
Charttechnik bleibt angeschlagen
Trotz der Erholung am Mittwoch zeigt das mittelfristige Bild noch Schwäche. Die Aktie notiert weiterhin unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 76,66 Euro und unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 81,15 Euro. Der Abstand zur langfristigen Linie beträgt gut 12,7 Prozent.
Auf Monatssicht steht dennoch ein Plus: Gegenüber dem Vortagesschluss von 67,98 Euro und der Sieben-Tage-Entwicklung von 2,91 Prozent zeigt sich zumindest kurzfristig eine Stabilisierung. Der RSI auf 14-Tage-Basis liegt bei 45,4 – ein neutraler Wert, der weder Überkauft- noch Überverkauft-Signale liefert. Zum bisherigen Jahreshoch von 115,10 Euro, erreicht am 3. Oktober 2025, fehlen der Aktie weiterhin fast 38,5 Prozent.
Der nächste wichtige Termin steht bereits fest: Am 31. Juli veröffentlicht Hensoldt in Taufkirchen den Halbjahresfinanzbericht 2026. Bis dahin dürfte die Frage im Raum stehen, ob die jüngsten Insiderkäufe tatsächlich den Boden markieren – oder nur eine Verschnaufpause in einem angeschlagenen Chartbild waren.
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