Hensoldt Aktie: Milliarden-Wette zündet

Der Rüstungselektronikspezialist sichert sich einen Großauftrag für die Bundeswehr und Belgien, während Analysten vor einem herausfordernden Übergangsjahr warnen.

Die Kernpunkte:
  • Rahmenvertrag über 104.000 Mikron-Nachtsichtgeräte
  • Aktienkurs legt binnen Monat fast 30 Prozent zu
  • Investitionsoffensive von einer Milliarde Euro läuft
  • Bank of America warnt vor Übergangsjahr 2026

Der deutsche Rüstungselektronikspezialist Hensoldt liefert der Bundeswehr und Belgien über 100.000 Nachtsichtgeräte – ein Auftrag, der die Aktie weiter beflügelt. Innerhalb eines Monats legte der Kurs um fast 30 Prozent zu, seit Jahresbeginn sind es bereits über 20 Prozent. Doch während sich das Orderbuch füllt, warnen Analysten vor einem schwierigen Übergangsjahr.

Die wichtigsten Fakten:
– 104.000 Mikron-Nachtsichtgeräte für Bundeswehr und belgische Streitkräfte
– Mehrjähriger Rahmenvertrag mit langfristiger Wartungsvereinbarung
– Investitionsoffensive von einer Milliarde Euro läuft
– Kurs bei 92,50 Euro, Plus von 152 Prozent im Jahresvergleich

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Großauftrag sichert Umsätze ab

Der neu bekanntgegebene Folgeauftrag umfasst nicht nur die Lieferung der Nachtsichtgeräte, sondern auch mehrjährige Wartungsarbeiten. Für Hensoldt bedeutet das: wiederkehrende Umsätze und eine verbesserte Planungssicherheit. Das Orderbuch lag Ende 2024 bereits bei 6,6 Milliarden Euro.

Die Bundeswehr rüstet ihre Truppen im Zuge der Zeitenwende massiv auf. Davon profitiert Hensoldt als Spezialist für Sensortechnik und Radarsysteme direkt. Der europäische Verteidigungssektor insgesamt notiert auf Rekordhöhen.

Bewertung am oberen Ende

Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 4,4 liegt Hensoldt deutlich über dem Branchendurchschnitt. Fast die Hälfte der deutschen Aerospace- und Defence-Unternehmen handelt unter einem P/S von 2,7. Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell 10,6 Milliarden Euro.

Zwölf Analysten erwarten für Hensoldt ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 16 Prozent jährlich über die nächsten drei Jahre. Die Branche insgesamt soll hingegen um 29 Prozent pro Jahr zulegen. Die Wachstumsprognosen bleiben also hinter dem Sektor zurück.

Milliarden-Investition belastet kurzfristig

Im September kündigte das Management an, rund eine Milliarde Euro in den kommenden zwei Jahren zu investieren. Die Initiative “Operations 2.0” zielt darauf ab, die Produktionskapazitäten deutlich zu erweitern. Ab 2027 soll sich das Investment auszahlen.

Kurzfristig bedeutet das jedoch: höhere Forschungskosten, steigende Investitionsausgaben und Druck auf die Margen. Die Bank of America stufte den Titel im Dezember herab und verwies auf ein “Übergangsjahr” 2026 mit verlangsamtem Wachstum.

Struktureller Rückenwind bleibt

Trotz der operativen Herausforderungen profitiert Hensoldt vom strukturellen Trend steigender Verteidigungsbudgets in Europa. Die geopolitischen Spannungen treiben die Nachfrage nach Sensortechnik, Radarsystemen und elektronischer Aufklärung. Deutsche Rüstungswerte wie Rheinmetall und Renk verzeichnen ebenfalls deutliche Kursgewinne.

Die Aktie notiert derzeit bei 92,50 Euro und liegt damit etwa 20 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 115,10 Euro aus dem Oktober. Der massive Kursanstieg der vergangenen Monate spiegelt die Hoffnung wider, dass Hensoldt nach der Investitionsphase ab 2027 deutlich profitabler wachsen kann.

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