Hensoldt Aktie: Raus aus dem Engpass
Der Rüstungskonzern Hensoldt weitet seine Produktion massiv aus, um den Rekordauftragsbestand abzuarbeiten. Zwei Analystenhäuser sehen darin eine günstige Einstiegsgelegenheit.

- Auftragsbestand übertrifft Umsatz um das Dreifache
- Übernahme und Standorterweiterung sollen Engpass lösen
- Jefferies und Warburg Research empfehlen Kauf
- Investitionsprogramm von einer Milliarde Euro geplant
Der deutsche Rüstungselektronikkonzern Hensoldt ertrinkt förmlich in Aufträgen, kommt aber mit der Auslieferung kaum hinterher. Um diese wachsende Schere zwischen Bestellungen und tatsächlichem Umsatz zu schließen, greift das Management nun tief in die strategische Trickkiste. Gleich zwei Analystenhäuser werten die jüngsten Kapazitätserweiterungen als klares Kaufsignal.
Auftragsflut trifft auf Kapazitätsgrenzen
Im vergangenen Geschäftsjahr sprang der Auftragseingang um 62 Prozent auf 4,71 Milliarden Euro. Damit türmt sich der Gesamtauftragsbestand auf gewaltige 8,83 Milliarden Euro auf – mehr als das Dreifache des Jahresumsatzes. Das Kernproblem des Unternehmens liegt in der Abwicklung: Das tatsächliche Umsatzwachstum fiel mit 9,6 Prozent auf 2,45 Milliarden Euro deutlich moderater aus. Die Produktion stößt schlicht an ihre Grenzen.
Zukäufe und Expansion als Lösung
Um diesen Flaschenhals zu weiten, hat der Vorstand innerhalb kürzester Zeit zwei Hebel in Bewegung gesetzt. Zum einen übernimmt Hensoldt den langjährigen niederländischen Partner Nedinsco. Der Optronik-Spezialist bringt rund 140 Mitarbeiter und vor allem sofort verfügbare Fertigungskapazitäten mit. Zum anderen forciert das Unternehmen eine konkrete Standorterweiterung in Aalen. Flankiert werden diese Schritte von einem massiven Aufbauprogramm: Zwischen 2025 und 2027 fließt rund eine Milliarde Euro in den Ausbau, parallel sollen allein im kommenden Jahr 1.600 neue Stellen entstehen.
Analysten sehen günstige Einstiegschance
Die Finanzmärkte reagieren wohlwollend auf das entschlossene Vorgehen. Die Experten von Jefferies und Warburg Research stuften das Papier kürzlich jeweils von „Hold“ auf „Buy“ hoch. Ein zentrales Argument der Analysten ist die geschmolzene Bewertung: Der historische Aufschlag von Hensoldt gegenüber europäischen Konkurrenten fiel von knapp 50 Prozent auf rund 10 Prozent. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 78,65 Euro notiert das Papier gut 31 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Dies markiert laut Warburg Research einen attraktiven Einstiegspunkt, weshalb das Kursziel auf 91 Euro angehoben wurde. Auch CEO Oliver Dörre nutzte das aktuelle Niveau und orderte kürzlich privat 1.000 Anteilsscheine.
Kurzfristig dürften die Kapazitätsgrenzen das operative Tempo dennoch weiter drosseln. Die Umsatzprognose des Managements für das laufende Jahr von rund 2,75 Milliarden Euro liegt leicht unter den aktuellen Markterwartungen. Die nächsten konkreten Datenpunkte zur Abarbeitung des Rekordbestands liefert das Unternehmen am 26. März mit dem geprüften Konzernabschluss sowie am 6. Mai mit den Zahlen zum ersten Quartal.
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