Hensoldt Aktie: Starke Aufträge

Hensoldt verzeichnet 2025 ein deutliches Auftragswachstum und steigende Margen, erhöht die Dividende. Trotz positiver Fundamentaldaten zeigt die Aktie aktuell Verkaufsdruck.

Die Kernpunkte:
  • Auftragseingang steigt um 62 Prozent
  • Dividende wird um 10 Prozent erhöht
  • Bereinigte EBITDA-Marge übertrifft Ziele
  • Aktienkurs notiert unter 50-Tage-Durchschnitt

Ein prall gefülltes Orderbuch, steigende Margen und sogar mehr Dividende – eigentlich ein Mix, der Anleger beruhigen sollte. Trotzdem rutschte die Hensoldt-Aktie nach den finalen Zahlen für 2025 zuletzt spürbar ab. Warum also reagiert der Markt ausgerechnet bei guten Nachrichten so zurückhaltend?

Auftragseingang zieht kräftig an

Der zentrale Punkt der Bilanz ist der Auftragseingang: 2025 legte er im Jahresvergleich um 62% auf 4,71 Mrd. Euro zu. Damit wächst auch der Auftragsbestand deutlich – um rund ein Drittel auf 8,83 Mrd. Euro. Das stärkt die Visibilität für die kommenden Jahre.

Parallel dazu stieg der Umsatz um knapp 10% auf 2,45 Mrd. Euro. Unterm Strich zeigt das: Die Nachfrage ist nicht nur da, sie schlägt sich auch zunehmend in realen Erlösen nieder.

Marge, Cashflow und Dividende

Auch operativ lieferte das Unternehmen ab. Das bereinigte EBITDA kletterte auf 452 Mio. Euro (Vorjahr: 405 Mio. Euro), die Marge lag bei 18,4% und damit über den eigenen Zielvorgaben.

Wichtig für Anleger: Der bereinigte freie Cashflow kam bei 347 Mio. Euro heraus – laut Unternehmen über der ursprünglichen Prognose, gestützt durch Vorauszahlungen und eine positive operative Entwicklung. Der Nettoverschuldungsgrad blieb mit 1,6 stabil. Auf dieser Basis plant das Management, die Dividende um 10% auf 0,55 Euro je Aktie anzuheben.

Ausblick 2026: Mehr Umsatz, Book-to-Bill bleibt hoch

Für 2026 stellt die Unternehmensführung einen weiteren Umsatzanstieg auf rund 2,75 Mrd. Euro in Aussicht. Die bereinigte EBITDA-Marge soll zwischen 18,5% und 19% liegen. Zudem erwartet Hensoldt ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,5 bis 2,0 – also weiter mehr Auftragseingang als Umsatz.

Als Treiber nennt der Konzern steigende europäische Verteidigungsbudgets und beschleunigte Beschaffungsentscheidungen. Zudem rechnet Hensoldt im Signalaufklärungsprojekt Pegasus mit Folgeaufträgen von rund 900 Mio. Euro aus einer zweiten Tranche. Weitere mögliche Impulse sieht das Unternehmen über das geplante deutsche luWES-Programm (eine Ausschreibung könnte noch dieses Jahr kommen) sowie die trilateralen Entwicklungen rund um FCAS.

Beim Kursbild ist die Stimmung dagegen zuletzt kühler: Am Freitag schloss die Aktie bei 74,75 Euro, in sieben Tagen steht ein Minus von 10,91% zu Buche. Damit notiert der Titel klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 82,97 Euro – ein Zeichen, dass trotz guter Fundamentaldaten kurzfristig Verkaufsdruck dominiert.

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