Hensoldt Aktie: Stifel-Einstieg mit 90-Euro-Ziel

Drei Analystenhäuser sehen Hensoldt-Aktie überbewertet, während ein Bundespolizei-Auftrag und steigende Personalzahlen den Auftragsbestand stützen.

Die Kernpunkte:
  • Stifel startet mit Kaufempfehlung und 90-Euro-Ziel
  • Bundespolizei ordert mobile Drohnenabwehrsysteme
  • Quartalszahlen und Hauptversammlung stehen im Mai an
  • Dividende für 2025 wird um zehn Prozent erhöht

Gleich drei Analystenurteile, ein Bundespolizei-Auftrag und Quartalszahlen in wenigen Wochen — bei Hensoldt verdichten sich die Impulse. Die Aktie reagierte mit einem Wochenplus von knapp sechs Prozent und schloss am Freitag bei 81,62 Euro.

Drei Banken, drei Kursziele — alle über Marktniveau

Der auffälligste Schritt kam von Stifel: Analyst Thomas Mordelle nahm Hensoldt erstmals mit „Buy“ und einem Kursziel von 90 Euro auf. Seine These: Das Unternehmen stehe am Beginn einer neuen Positionierungsphase innerhalb der europäischen Verteidigungsarchitektur. Deutsche Bank Research bestätigte zeitgleich ihr „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 101 Euro — dem höchsten im aktuellen Analysten-Trio. Barclays blieb bei „Equal Weight“ und einem Ziel von 95 Euro.

Alle drei Kursziele liegen spürbar über dem aktuellen Kurs. Das 52-Wochen-Hoch von 115,10 Euro aus dem Oktober 2025 ist dennoch weit entfernt — der Abstand beträgt noch rund 29 Prozent.

Auftragsbestand wächst, Marge leidet

Den Analystenurteilen vorausgegangen war ein konkreter Auftrag: Die Bundespolizei bestellte am 17. April hochmobile Drohnenabwehrsysteme — sogenannte c-UAS-Detektions- und Verifikationsfahrzeuge. Operativ ist das Unternehmen damit gut beschäftigt, der Auftragsbestand nähert sich neun Milliarden Euro.

Das Problem: Den Berg abzuarbeiten kostet. Das interne Optimierungsprogramm „Operations 2.0″ und die laufende SAP-Einführung drücken die Profitabilität kurzfristig, die Investitionsquote steigt vorübergehend auf rund sechs Prozent des Umsatzes. Bis Mitte 2026 plant Hensoldt außerdem rund 1.600 Neueinstellungen. Für das Gesamtjahr hält das Management an einer bereinigten EBITDA-Marge zwischen 18,5 und 19,0 Prozent bei einem Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro fest.

Was der Mai bringt

Am 6. Mai veröffentlicht Hensoldt seine Q1-Zahlen. Marktbeobachter werden prüfen, wie viel vom Auftragsbestand bereits in Umsatz und Marge umgesetzt wurde — genau hier liegt die entscheidende Frage für die kurzfristige Kursentwicklung.

Wenige Wochen später, am 22. Mai, folgt die virtuelle Hauptversammlung. Auf der Tagesordnung steht eine Dividende von 0,55 Euro je Aktie für 2025 — zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Der Ex-Dividenden-Tag ist der 25. Mai, die Auszahlung folgt am 27. Mai. Wer die Dividende mitnehmen will, muss die Aktie spätestens am 24. Mai im Depot halten.

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