Hensoldt Aktie: Trotz FCAS-Debakel gefragt
Der Rüstungsspezialist Hensoldt notiert trotz erneuter Verschiebung des europäischen Kampfjet-Projekts FCAS deutlich im Plus. Investoren fokussieren sich auf das operative Geschäft und volle Auftragsbücher.

- Kurssprung von über 4 Prozent am Freitag
- FCAS-Projekt auf unbestimmte Zeit vertagt
- Investoren setzen auf laufendes Kerngeschäft
- Charttechnisch positiver Ausbruch über 76 Euro
Der deutsch-französische Kampfjet der Zukunft bleibt auf Eis. Bundeskanzler und Präsident können sich nicht einigen, ein neuer Termin steht nicht fest. Doch die Hensoldt Aktie zeigt sich davon unbeeindruckt – im Gegenteil.
Mit einem Kurssprung von über 4 Prozent verabschiedete sich der Rüstungselektronik-Spezialist am Freitag aus dem Xetra-Handel. Im außerbörslichen Handel am Samstag hielt sich das Papier bei 76,28 Euro nahezu stabil. Eine Reaktion, die überrascht: Denn ausgerechnet am Wochenende wurde bekannt, dass das Prestigeprojekt FCAS erneut verschoben wird.
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Die wichtigsten Fakten:
– Hensoldt schloss Freitag bei 76,40 Euro (+4,09%)
– Im Samstagshandel nur minimale Konsolidierung (-0,13%)
– FCAS-Entscheidung auf unbestimmte Zeit vertagt
– Charttechnisch: 38-Tage-Linie zurückerobert
FCAS bleibt in der Schwebe
Das “Future Combat Air System” sollte Europas Antwort auf die nächste Generation von Kampfflugzeugen werden. Hensoldt war dabei als Schlüssellieferant für Sensorik und elektronische Kampfführung eingeplant. Doch Deutschland und Frankreich kommen nicht voran. Sicherheitspolitische Differenzen blockieren eine Einigung auf höchster Ebene.
Erschwerend kommt hinzu: Der schwedische Rüstungskonzern Saab positioniert sich bereits als Alternative. Dessen CEO signalisierte am Wochenende Gesprächsbereitschaft mit Berlin – für den Fall, dass die europäische Lösung scheitert.
Operative Stärke schlägt politische Hängepartie
Die gelassene Marktreaktion zeigt einen Wandel in der Wahrnehmung. Investoren setzen offenbar auf das laufende Geschäft und volle Auftragsbücher. Die geopolitische Lage sorgt weiterhin für robuste Verteidigungsbudgets – unabhängig davon, wann FCAS kommt oder ob es überhaupt kommt.
Charttechnisch untermauert der Ausbruch über 76 Euro die positive Grundstimmung. Solange der Titel oberhalb der 75-Euro-Schwelle notiert, bleibt der kurzfristige Aufwärtstrend intakt.
Montag wird zeigen, ob die Stärke trägt
Die eigentliche Bewährungsprobe folgt mit Handelsbeginn am Montag. Dann reagiert das breite Anlegerpublikum auf die Wochenend-Meldungen. Bleibt die Aktie stabil, wäre das ein Zeichen dafür, dass der Markt Hensoldt primär als operativen Player bewertet – und weniger als Spekulationsobjekt auf politische Großprojekte.
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