Hensoldt Aktie: Ungewissheit überwiegt!

Der Rüstungselektronikspezialist meldet einen Rekordauftragsbestand, doch die Aktie korrigiert nach starkem Vorjahresanstieg deutlich. Die Börse setzt auf Gewinnmitnahmen.

Die Kernpunkte:
  • Wochenminus von über 11 Prozent trotz positiver Meldungen
  • Neue Großaufträge mit Volumen von über 400 Millionen Euro
  • Auftragsbestand erreicht über 7 Milliarden Euro
  • Vorläufige Jahreszahlen für 2025 Ende Februar erwartet

Hensoldt meldet volle Auftragsbücher, doch die Börse reagiert mit Verkäufen. Während der Rüstungselektronik-Spezialist neue Deals in dreistelliger Millionenhöhe fixiert, korrigiert der Kurs massiv. Marktteilnehmer stehen vor einem Rätsel: Ignoriert der Markt die operative Stärke oder ist die Bewertung nach der Rallye schlicht zu heiß gelaufen?

Das Wichtigste in Kürze:
* Kursentwicklung: Wochenminus von 11,30 % trotz guter Nachrichten.
* Großauftrag: Über 400 Millionen Euro Volumen durch KNDS-Kooperation.
* Auftragslage: Gesamtbestand wächst auf über 7 Milliarden Euro.
* Termin: Vorläufige Jahreszahlen folgen am 26. Februar 2026.

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Gewinnmitnahmen dominieren den Handel

An der Börse herrscht aktuell eine klare Diskrepanz zwischen Nachrichtenlage und Kursentwicklung. Obwohl das operative Geschäft brummt, notiert die Aktie heute bei 75,00 Euro und hat damit allein in den letzten sieben Tagen 11,30 % an Wert eingebüßt. Der Blick auf das größere Bild offenbart den Grund für die Nervosität: Mit einem Zuwachs von über 88 % auf Zwölfmonatssicht sitzen viele Investoren auf hohen Gewinnen, die sie nun realisieren.

Diese Sektor-Rotation trifft die Aktie hart. Der Abstand zum erst im Oktober 2025 markierten 52-Wochen-Hoch von 115,10 Euro beträgt mittlerweile fast 35 %. Technisch ist das Papier angeschlagen und notiert rund 16 % unter dem langfristigen 200-Tage-Durchschnitt, was den kurzfristigen Verkaufsdruck erklärt.

Operative Stärke: Millionen für die Panzer-Aufrüstung

Fundamental sendet das Unternehmen hingegen starke Kaufsignale. Der Elektronik-Spezialist sicherte sich bedeutende Aufträge von KNDS (Krauss-Maffei Wegmann und Nexter) zur Modernisierung von Panzerflotten. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf über 400 Millionen Euro.

Im Detail entfallen rund 290 Millionen Euro auf die Ausstattung des Radschützenpanzers „Schakal“ mit digitaler Optronik. Weitere 110 Millionen Euro fließen durch die Ausrüstung des Kampfpanzers Leopard 2 A8 mit modernen Sichtsystemen in die Kassen. Ergänzt wird diese Serie durch einen weiteren Auftrag im Rahmen der European Sky Shield Initiative (ESSI), bei dem Hensoldt Radare für das Luftverteidigungssystem IRIS-T SLM liefert.

Rekordhoher Auftragsbestand

Diese Neugeschäfte festigen das Fundament des Konzerns. Der Auftragsbestand liegt stabil über der Marke von 7 Milliarden Euro. Auch die Profitabilität steht im Fokus: Das Management bestätigte zuletzt die Prognose einer EBITDA-Marge von mindestens 18 Prozent für das Geschäftsjahr 2025. Dass der Auftragseingang bereits in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 das Vorjahresniveau übertraf, unterstreicht die nachhaltige Nachfrage nach Verteidigungselektronik.

Zahlenvorlage als nächster Impulsgeber

Die aktuelle Konsolidierung wirkt angesichts der fundamentalen Daten primär wie eine technische Marktbereinigung nach der Überhitzung des Sektors. Ob die Aktie ihren Boden findet, entscheidet sich voraussichtlich am 26. Februar 2026. Dann präsentiert Hensoldt die vorläufigen Ergebnisse für 2025 und muss beweisen, dass die angehobenen Prognosen in harte Bilanzzahlen umgemünzt wurden.

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