Hensoldt Aktie: Warnung nach Rallye
Trotz allgemeiner Sektorrallye stuft mwb research Hensoldt auf 'Sell' herab. Der Rüstungskonzern profitiert laut Analyse kaum vom Venezuela-Konflikt, verfügt aber über starke Auftragsbücher.

- Analysten warnen vor fehlendem Venezuela-Exposure
- Kursziel von nur 65 Euro nach Herabstufung
- Rekordauftrag für Bundeswehr-Fahrzeug LUCHS 2
- Auftragsbestand erreicht Höchstwert von 7,1 Mrd. Euro
Rüstungsaktien profitieren erneut von geopolitischer Unruhe, doch bei Hensoldt warnen Analysten vor blinder Euphorie. Während der Sektor durch Spannungen zwischen den USA und Venezuela auftrieb erhält, deutet eine Herabstufung auf eine fundamentale Diskrepanz hin. Treibt hier reine Marktpsychologie den Kurs?
- Sektor-Boom: Geopolitik treibt den Kurs nach oben.
- Analysten-Votum: Herabstufung auf “Sell” wegen fehlendem Venezuela-Bezug.
- Realität: Starke Auftragsbücher treffen auf ambitionierte Bewertung.
Geopolitik als Kurstreiber
Der Rüstungselektronik-Spezialist verzeichnete zum Wochenstart deutliche Kursgewinne und schloss gestern bei 82,00 Euro. Auslöser für das Kaufinteresse waren jedoch keine unternehmensspezifischen Erfolgsmeldungen, sondern eine breite Sektor-Rotation. Eskalierende Spannungen zwischen den USA und Venezuela ließen Anleger pauschal bei europäischen Verteidigungswerten zugreifen, was auch Rheinmetall und Renk beflügelte.
Warnung vor Fehlbewertung
Mitten in diese Aufwärtsbewegung platzt eine deutliche Warnung von mwb research. Die Analysten stuften die Hensoldt-Aktie am Dienstag auf “Sell” herab und bezifferten das Kursziel auf lediglich 65 Euro.
Die Begründung ist brisant: Der jüngste Kursanstieg sei fundamental kaum zu rechtfertigen, da Hensoldt über keinerlei nennenswertes Geschäftsexposure in Venezuela verfüge. Die Aktie profitiere lediglich von der allgemeinen Sektordynamik (“Mitläufer-Effekt”), ohne dass sich die Gewinnaussichten durch den konkreten Konflikt verbessert hätten.
Chartbild hellt sich auf
Ungeachtet der fundamentalen Bedenken zeigt der Trendpfeil kurzfristig nach oben. Nach einer scharfen Korrektur vom 52-Wochen-Hoch bei 115,10 Euro konnte sich das Papier in den letzten 30 Tagen um gut 16 Prozent erholen.
Dabei gelang technisch orientierten Käufern ein wichtiger Schritt: Der Kurs notiert inzwischen wieder stabil über dem 50-Tage-Durchschnitt von 75,81 Euro. Allerdings deutet ein RSI von 68,2 darauf hin, dass die Aktie kurzfristig heißgelaufen sein könnte und eine Konsolidierung nicht überraschen würde.
Operative Substanz ist vorhanden
Wer die geopolitische Fantasie ausblendet, blickt auf ein Unternehmen mit gefüllten Auftragsbüchern. Unabhängig von Südamerika sicherte sich Hensoldt im November einen Rekordauftrag über knapp eine Milliarde Euro für das Aufklärungsfahrzeug LUCHS 2 der Bundeswehr. Auch die Kooperation mit Rheinmetall bei SPEXER-Radarsystemen sorgt für Planungssicherheit. Der Auftragsbestand erreichte zuletzt einen Höchstwert von 7,1 Milliarden Euro.
Fazit und Termine
Die Diskrepanz zwischen geopolitischer Fantasie und fundamentaler Bewertung dürfte kurzfristig für Spannung sorgen. Konkrete Impulse könnte bereits der morgige Auftritt auf dem ODDO BHF Forum in Lyon liefern. Belastbare Zahlen folgen dann am 26. Februar 2026 mit dem vorläufigen Jahresbericht. Anleger müssen bis dahin abwägen, ob sie der Warnung der Analysten folgen oder auf die langfristige Auftragsstärke setzen.
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