Hensoldt: CEO kauft 2.500 Aktien zu 172.000 Euro

Hensoldt-CEO investiert privat 172.000 Euro in Unternehmensaktien. Analysten sehen trotz Kursverlusten hohes Potenzial bei vollem Auftragsbuch.

Die Kernpunkte:
  • Vorstandschef kauft 2.500 Aktien
  • Auftragsbestand erreicht Rekordniveau
  • Prognose für Cashflow angehoben
  • Analysten sehen Kurspotenzial bis 90 Euro

Die Aktie dümpelt, das Geschäft brummt. Bei Hensoldt klaffen Börsenwert und operative Realität aktuell weit auseinander. CEO Oliver Dörre nutzt diese Lücke nun aktiv für sich aus und investiert eigenes Geld in den Rüstungskonzern.

Am Montag erwarb der Vorstandschef rund 2.500 eigene Papiere und nahm dafür knapp 172.000 Euro in die Hand. Die Käufe liefen über Xetra und die Stuttgarter Börse. Solche Insidergeschäfte gelten am Markt als starkes Signal. Führungskräfte investieren ihr privates Kapital meist nur, wenn sie fest von einer positiven Unternehmensentwicklung ausgehen.

Analysten sehen massives Potenzial

Zuvor durchlief der Rüstungswert eine ausgesprochen schwierige Phase. Auf Jahressicht verlor das Papier ein Fünftel an Wert, seit Januar bewegt sich der Kurs bestenfalls seitwärts. Analysten bewerten die Lage hingegen deutlich optimistischer. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 90 Euro. Morningstar attestiert der Aktie sogar einen fairen Wert von 110 Euro.

Volle Auftragsbücher

Operativ liefert der Konzern längst starke Argumente für eine Erholung. Im ersten Quartal verdoppelte sich der Auftragseingang auf knapp 1,5 Milliarden Euro, während der Auftragsbestand einen Rekordwert von 9,8 Milliarden Euro erreichte. Beschleunigte Beschaffungsprozesse im Inland treiben das Geschäft spürbar an.

Entsprechend zuversichtlich blickt das Management nach vorn. Hensoldt hob erst Anfang Juni die Prognose für den freien Cashflow deutlich an. Das Unternehmen erwartet nun eine Umwandlungsrate von 50 Prozent des operativen Gewinns, nachdem der Zielwert zuvor bei 40 Prozent lag. Höhere Kundenanzahlungen spülen frisches Geld in die Kasse. Die Folge: mehr finanzieller Spielraum.

Die Kombination aus vollen Kassen und Insiderkäufen schafft eine robuste Ausgangslage für die Aktie. Das bestätigte Ziel für den Nettoverschuldungsgrad von 1,5 unterstreicht die solide Finanzplanung des Unternehmens. Mit dem Rekord-Auftragsbestand im Rücken ist die Auslastung der Werke für die nächsten Jahre fest abgesichert. Bislang hat der Markt diese fundamentalen Fortschritte weitgehend ignoriert.

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