Hensoldt: Umsatz springt 25 Prozent auf 496 Millionen
Hensoldt verzeichnet Rekordumsatz im ersten Quartal, doch der vorsichtige Ausblick spaltet die Analystenmeinungen.

- Umsatz steigt um 25 Prozent
- EBITDA-Marge verbessert sich deutlich
- Analysten uneins über Kursziele
- Jahresprognose bestätigt, Übernahme geplant
Rekordwachstum im ersten Quartal — und trotzdem kein Kursfeuerwerk. Hensoldt meldete den stärksten Quartalsauftakt der Unternehmensgeschichte, doch am Kapitalmarkt sorgte der vorsichtige Managementausblick für Ernüchterung. Das Bild unter den Analysten könnte kaum uneinheitlicher sein.
Zahlen überzeugen, Ausblick irritiert
Der Umsatz kletterte im ersten Quartal 2026 um 25 Prozent auf 496 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA legte um knapp 47 Prozent auf 44 Millionen Euro zu — die Marge verbesserte sich auf 8,9 Prozent, nach 7,6 Prozent im Vorjahreszeitraum.
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Besonders das Segment Optronics stach hervor. Das bereinigte EBITDA sprang dort von 1 Million auf 12 Millionen Euro, die Segmentmarge lag bei 12,2 Prozent. Das Ergebnis je Aktie blieb mit -0,16 Euro zwar negativ, verbesserte sich aber gegenüber dem Vorjahreswert von -0,26 Euro — typische Kostenverteilung zum Jahresauftakt.
Als Haupttreiber nannte das Unternehmen Aufträge für den Schützenpanzer Puma, das Aufklärungssystem Schakal und Radarkomponenten für den Eurofighter. Das geopolitische Umfeld — steigende Verteidigungsausgaben, maritime Missionen im Roten Meer, Bundeswehr-Modernisierung — bleibt struktureller Rückenwind für das Sensorik- und Radargeschäft.
Analysten uneins über Kursziel
Die DZ Bank senkte ihr Kursziel von 104 auf 98 Euro, behielt aber die Kaufempfehlung. Analyst Holger Schmidt verwies auf den als vorsichtig wahrgenommenen Unternehmensausblick, obwohl die Quartalszahlen die Schätzungen übertroffen hätten.
JPMorgan bleibt bei „Neutral“ mit einem Kursziel von 85 Euro. Analyst David H. Perry sieht bei Rheinmetall und Renk derzeit mehr Aufwärtspotenzial. Jefferies hält dagegen: „Buy“ mit Ziel 90 Euro, mit Verweis auf die außergewöhnliche Auftragsstärke. Am pessimistischsten positioniert sich mwb research — Kursziel 62 Euro, Empfehlung „Verkaufen“.
Die Spanne zwischen dem niedrigsten und höchsten Kursziel beträgt damit 36 Euro. Das dürfte spannend werden, wenn das Unternehmen im Jahresverlauf liefern muss.
Jahresprognose bestätigt, Nedinsco-Übernahme geplant
Für das Gesamtjahr 2026 hält das Management an seinen Zielen fest: Konzernumsatz von rund 2,75 Milliarden Euro, eine bereinigte EBITDA-Marge zwischen 18,5 und 19,0 Prozent sowie eine Book-to-Bill-Ratio von 1,5 bis 2,0. Letztere würde signalisieren, dass der Auftragsbestand deutlich schneller wächst als der Umsatz.
Die im März 2026 angekündigte Übernahme des niederländischen Spezialisten Nedinsco soll das Portfolio im Bereich Optronik ergänzen. Auf Basis von DCF-Modellen taxieren Analysten den inneren Wert der Aktie auf rund 113 Euro — deutlich über dem aktuellen Kursniveau von etwa 81 Euro. Ob dieses Kurspotenzial sich realisiert, hängt vor allem davon ab, wie überzeugend Hensoldt seine Jahresziele im zweiten Quartal untermauern kann.
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