Herzogenaurachs Absturz, Intels Nullnummer und der 100-Dollar-Durchbruch
Die Börse erlebt eine extreme Selektion: Während Adidas und Intel massive Kursverluste hinnehmen, durchbricht Silber erstmals die 100-Dollar-Schwelle. Strukturwerte wie Rheinmetall profitieren.

- Adidas-Aktie fällt auf Drei-Jahres-Tief
- Intel prognostiziert Gewinn von null Dollar
- Silberpreis erreicht historische 100-Dollar-Marke
- Bitcoin verliert gegenüber Edelmetallen an Momentum
Während Intel strauchelt, erlebt die Halbleiterbranche insgesamt einen historischen Boom – und einzelne Chip-Aktien könnten davon massiv profitieren. In einem kostenlosen Webinar wird analysiert, welche vier Chip-Unternehmen jetzt vor einem Durchbruch stehen und warum Mikrochips als „das neue Öl” gelten. Sie erfahren, welche konkreten Halbleiter-Aktien vom KI-Boom und den globalen Chip-Investitionen profitieren könnten. Details zur Chip-Aktien-Analyse
Das silberne Jahrhundert
Während Tech-Investoren Wunden lecken, knallen bei den Edelmetallhändlern die Korken. Wir sind Zeugen eines historischen Freitags: Der Silberpreis hat erstmals in der Geschichte die Marke von 100 US-Dollar je Feinunze durchbrochen.
Dieser Anstieg von fast 40 Prozent allein in den ersten Wochen des Jahres 2026 ist bemerkenswert. Silber fungiert hier nicht mehr nur als „kleiner Bruder” von Gold, sondern emanzipiert sich als eigenständiges Power-Asset. Händler in London sprechen bereits von einem „historischen Moment”.
Was treibt diesen Run? Es ist eine Mischung aus anhaltenden geopolitischen Spannungen – trotz der leichten Entspannung in der Arktis-Frage bleiben die Unsicherheiten hoch – und einer massiven Flucht in Sachwerte. Dass in Abu Dhabi gerade erste direkte Gespräche zwischen der Ukraine und Russland unter US-Vermittlung begonnen haben, sorgt zwar für Hoffnung, aber das smarte Geld traut dem Frieden noch nicht. Silber profitiert von diesem Misstrauen.
Krypto im Abseits
Ein kurzer Blick auf den digitalen Sektor offenbart eine interessante Divergenz: Bitcoin kämpft weiter mit der 90.000-Dollar-Marke und wirkt müde. Die massiven ETF-Abflüsse der letzten Tage – über 1 Milliarde US-Dollar in nur 48 Stunden – deuten darauf hin, dass institutionelle Anleger Gewinne mitnehmen oder umschichten. Womöglich fließt dieses Kapital direkt in das boomende Silber.
Während „echtes” Gold und Silber neue Hochs erklimmen, verliert das „digitale Gold” an Momentum. Die Sharpe-Ratio, eine Kennzahl für das Risiko-Ertrags-Verhältnis, ist laut CryptoQuant in den negativen Bereich gerutscht. Das Risikoprofil von Bitcoin wirkt im Vergleich zu den klassischen Edelmetallen aktuell unattraktiv.
Das Fazit: Selektion statt Gießkanne
Dieser Freitag lehrt uns eine wichtige Lektion: Der breite Marktaufschwung, auf den viele für 2026 gehofft hatten, findet so nicht statt. Stattdessen sehen wir eine extreme Selektion.
Auf der Gewinnerseite stehen Unternehmen wie Rheinmetall (+2,2%) und Siemens Energy (+2,4%), die von strukturellen Megatrends (Verteidigung und Energieinfrastruktur) profitieren, fast unabhängig von der Tagespolitik. Auf der Verliererseite stehen jene, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben oder in schwierigen Zyklen stecken – siehe Adidas und Intel.
Der DAX hat sich mit einem leichten Plus ins Wochenende gerettet, gestützt von Schwergewichten wie SAP. Doch die Warnschüsse aus Herzogenaurach und Santa Clara sollten wir ernst nehmen. Die Berichtssaison nimmt Fahrt auf, und nächste Woche warten die „Magnificent 7″ in den USA. Wenn Intel ein Vorbote war, sollten wir uns anschnallen.
Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende – vielleicht nutzen Sie es, um einmal nicht auf die Kurse, sondern auf die echten Werte zu schauen.
Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 23. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




