Hewlett Packard Enterprise Aktie: Supercomputer für Los Alamos

Hewlett Packard Enterprise baut zwei neue Supercomputer für das US-Atomwaffenlabor und meldet starke Quartalszahlen.

Die Kernpunkte:
  • Auftrag für zwei neue Supercomputer
  • Nutzung der Nvidia Vera Rubin Plattform
  • Quartalsumsatz steigt um 40 Prozent
  • Ausbau der KI-Netzwerkpartnerschaft mit ScanSource

Hewlett Packard Enterprise (HPE) sichert sich einen zentralen Platz in der US-Sicherheitsarchitektur. Der Technologiekonzern baut künftig zwei neue Supercomputer für das Los Alamos National Laboratory. Die Rechenmonster mit den Namen „Mission“ und „Vision“ sollen wissenschaftliche Entdeckungen beschleunigen und komplexe Forschungszeiten von Monaten auf Minuten verkürzen.

Hinter dem Projekt steht die National Nuclear Security Administration (NNSA). HPE setzt bei der Konstruktion auf die „Vera Rubin“-Plattform von Nvidia. Diese Systeme sind speziell darauf ausgelegt, sowohl klassische Hochleistungsberechnungen als auch moderne Aufgaben für KI-Agenten zu bewältigen. Damit festigt das Unternehmen seine Rolle bei kritischen staatlichen Infrastrukturprojekten.

Parallel dazu treibt HPE den Vertrieb seines Netzwerk-Portfolios voran. Eine erweiterte Partnerschaft mit dem Distributor ScanSource soll die Marktanteile bei KI-Netzwerklösungen für Rechenzentren ausbauen. Als Basis dient die im Juli 2025 abgeschlossene Übernahme von Juniper Networks. Das Management verspricht sich von diesem Segment über mehrere Jahre steigende Margen und stabiles Umsatzwachstum.

Die finanzielle Basis für diese Expansion ist solide. Zuletzt meldete HPE einen Quartalsumsatz von 10,68 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Sprung von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Gewinn je Aktie übertraf die Schätzungen der Analysten dabei deutlich.

An der Börse notierte das Papier zum Wochenende bei 40,11 Euro. Trotz kurzfristiger Schwankungen summiert sich der Kursgewinn seit Jahresbeginn auf rund 95 Prozent. Damit bleibt die Aktie jedoch etwa 27 Prozent unter ihrem bisherigen 52-Wochen-Hoch.

Der Vorstand blickt zuversichtlich auf die kommenden Monate. Die Prognosen für das dritte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2026 liegen über den Erwartungen vieler Marktbeobachter. Maßgeblich dafür bleibt die hohe Nachfrage nach hybriden Cloud-Lösungen und spezialisierter Hardware für künstliche Intelligenz.

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