Hexagon Purus Aktie: 1,886 Milliarden Schulden gegen 255 Millionen Eigenkapital
Hohe Schulden und niedrige Eigenkapitalquote belasten Hexagon Purus trotz Umsatzwachstum und verbesserter Liquidität.

- Eigenkapitalquote liegt bei nur neun Prozent
- Schulden von 1,9 Milliarden NOK drücken
- Umsatz steigt um 76 Prozent im Quartal
- Operativer Cashflow bleibt negativ
Nach einem Kursanstieg von gut 14 Prozent am Freitag startet Hexagon Purus mit einer heiklen Ausgangslage in die neue Handelswoche. Der Schlusskurs von 13,60 NOK ist der erste wichtige Referenzpunkt nach dem Reverse Split — aber die eigentliche Geschichte spielt sich in der Bilanz ab.
Eigenkapital gegen Schuldenberg
Die Marktkapitalisierung lag zum Wochenschluss bei rund 583 Millionen NOK. Dagegen stehen Zinsschulden von 1,886 Milliarden NOK — hauptsächlich zwei Wandelanleihen mit Fälligkeit im ersten Quartal 2028 und 2029. Das Eigenkapital betrug zum Ende des ersten Quartals 2026 nur noch 255 Millionen NOK. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von neun Prozent.
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Das Unternehmen hat das Problem selbst klar benannt. Es prüft aktiv die Kapitalstruktur und mögliche strukturelle Maßnahmen rund um die Wandelanleihen. Ziel ist eine Stärkung der Bilanz. Wie genau, bleibt offen.
Liquidität verbessert, aber noch fragil
Im ersten Quartal 2026 endete Hexagon Purus mit 364 Millionen NOK an liquiden Mitteln. Der operative Cashflow war negativ — minus 44 Millionen NOK. Das ist allerdings eine deutliche Verbesserung gegenüber minus 183 Millionen NOK im Vorjahreszeitraum.
Positiv wirkte ein Arbeitskapitaleffekt von 86 Millionen NOK durch den Abbau von Forderungen und Lagerbeständen. Hinzu kamen 98 Millionen NOK aus dem Verkauf des US-Luft- und Raumfahrtgeschäfts sowie eine Rückzahlung von 25 Millionen NOK aus einem Darlehen an Norwegian Hydrogen.
Der Umsatz stieg im ersten Quartal auf 405 Millionen NOK — ein Plus von 76 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings steckt darin ein außerordentlicher Gewinn von 134 Millionen NOK aus der Veräußerung und der Entkonsolidierung des China-Joint-Ventures. Bereinigt lag das Wachstum bei 18 Prozent.
Chartbild und Fundamentals im Widerspruch
Technisch gesehen eröffnete die Aktie am Freitag bei 11,90 NOK und schloss auf dem Tageshoch von 13,60 NOK. Das Handelsvolumen war mit knapp 24.000 Aktien überschaubar. Die Unterstützungszone liegt zwischen 11,80 und 11,90 NOK — dort clusterten die Wochentiefs nach dem Reverse Split.
Die 52-Wochen-Spanne reicht von 9,81 bis 28,00 NOK. Der aktuelle Kurs liegt damit noch tief im Abwärtstrend. Ein einzelner starker Freitagshandel ändert das Bild nicht grundlegend.
Im Segment Hydrogen Mobility and Infrastructure stieg der Umsatz um elf Prozent auf 227 Millionen NOK. Hexagon Purus lieferte 13 Wasserstoff-Distributionsmodule aus. Das EBITDA blieb mit minus 64 Millionen NOK deutlich negativ — belastet durch 30 Millionen NOK Restrukturierungskosten aus Stellenabbau in Deutschland.
Das Unternehmen warnt selbst: Der Auftragseingang hat das Break-even-Niveau noch nicht erreicht. Anhaltende Verluste werden die Finanzlage weiter belasten. Die Stimmung für Wasserstoff verbessert sich — besonders in Europa und Ostasien. Ob das schnell genug in Aufträge mündet, entscheidet über den nächsten Kapitalbedarf.
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