Hexagon Purus Aktie: 7,41 Prozent Minus auf 10,00 NOK

Hexagon Purus reduziert operative Verluste deutlich, doch die Aktie fällt. Grund ist der fundamentale Wandel hin zur Wasserstoff-Infrastruktur.

Die Kernpunkte:
  • Operativer Verlust um 37% reduziert
  • Umsatzrückgang durch Spartenverkauf
  • Starker Fokus auf Wasserstoff-Infrastruktur
  • Eigenkapitalquote fällt auf ein Prozent

Hexagon Purus drückt aufs Tempo. Der Wasserstoff-Spezialist verringert seine operativen Verluste deutlich. Dennoch schickt die Börse die Aktie heute auf Talfahrt. Hinter der Kursbewegung verbirgt sich ein fundamentaler Wandel des Geschäftsmodells.

Operative Fortschritte bei den Kosten

Im zweiten Quartal sank der Umsatz auf 146 Millionen Norwegische Kronen (NOK). Das markiert ein Minus von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ohne die verkaufte US-Raumfahrtsparte schrumpften die Erlöse moderater um etwa sechs Prozent.

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich merklich. Der Verlust schrumpfte von 161 Millionen auf 102 Millionen NOK. Darin enthalten sind Sonderkosten von 17 Millionen NOK für den Stellenabbau an deutschen Standorten.

Beim Cashflow verzeichnete das Unternehmen ebenfalls eine Entlastung. Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit verringerte sich auf minus 47 Millionen NOK. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert noch bei minus 197 Millionen NOK.

Die wichtigsten Eckpunkte der Bilanz:

  • Auftragsbestand: 523 Millionen NOK (+13 Prozent)
  • Operativer Cashflow: -47 Millionen NOK (Vorjahr: -197 Millionen)
  • Eigenkapitalquote: 1 Prozent

Fokus auf Infrastruktur

Der Auftragsbestand kletterte derweil auf 523 Millionen NOK. Rund 83 Prozent dieser festen Bestellungen sollen noch im laufenden Geschäftsjahr 2026 abgearbeitet werden. Währenddessen verschiebt sich die Gewichtung innerhalb der Orderbücher deutlich.

Die Wasserstoff-Infrastruktur macht nun 41 Prozent der Aufträge aus, während die Wasserstoff-Mobilität bei 33 Prozent liegt. Das Segment für batterieelektrische Lösungen spielt mit 15 Prozent eine untergeordnete Rolle. Indes belasteten geringere Abrufe bei Transitbussen das Quartalsergebnis.

Die Märkte reagierten am Donnerstag dennoch mit Verkäufen. Das Papier verlor 7,41 Prozent an Wert und rutschte auf 10,00 NOK. Damit beläuft sich der Marktwert des Konzerns auf rund 45 Millionen Euro.

Ein Risikofaktor bleibt die dünne Kapitaldecke. Die Eigenkapitalquote ist auf ein Prozent gefallen. Das Management betonte jedoch, dass die vorhandene Liquidität für mindestens zwölf Monate ausreicht.

Bis zum Jahresende setzt der Vorstand auf die Zertifizierung von Typ-4-Zylindern in China. Diese Genehmigung gilt als wichtiger Meilenstein für den asiatischen Markt. Parallel dazu erwartet das Unternehmen steigende Erlöse durch den Verkauf von Batterie-Lkw in der zweiten Jahreshälfte.

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