Hims & Hers Aktie: 124,5 Prozent Anstieg der Verwaltungskosten

Hims & Hers verzeichnet im ersten Quartal einen Nettoverlust, treibt aber den internationalen Ausbau und die strategische Neuausrichtung voran.

Die Kernpunkte:
  • Internationaler Umsatz vervielfacht sich
  • Nettoverlust von 92,1 Millionen Dollar
  • US-Geschäft schrumpft um 8 Prozent
  • Umsatzprognose für 2026 angehoben

Hims & Hers wächst international schnell. Im ersten Quartal schoss der Umsatz außerhalb der USA auf 78,2 Millionen Dollar und lag damit um ein Vielfaches höher als ein Jahr zuvor. Im Heimatmarkt zieht der Konzern parallel die Strategie um. Genau dort entsteht derzeit der Druck auf Umsatz, Marge und Ergebnis.

Brüche im Kerngeschäft

Der Konzern setzte im Auftaktquartal 608,1 Millionen Dollar um und verfehlte damit die Markterwartungen leicht. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 92,1 Millionen Dollar beziehungsweise 0,40 Dollar je Aktie. Das ist ein deutlicher Bruch mit den vier profitablen Quartalen aus dem Jahr 2025.

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Der Rückschlag kommt nicht aus dem Nichts. Das US-Geschäft schrumpfte um 8 Prozent auf 529,9 Millionen Dollar, weil Hims & Hers den Kurs bei GLP-1-Medikamenten für die Marke neu ausrichtet. Der Wechsel hin zu markengebundenen Präparaten belastete das Ergebnis zusätzlich mit 33 Millionen Dollar an Umbaukosten, darunter Abschreibungen auf Vorräte und Aufwendungen für neue Lieferkettenvereinbarungen mit Novo Nordisk. Die frühere Werbung für rezepturbasierte Medikamente hat der Konzern inzwischen eingestellt.

Wachstum wird vorgezogen

Parallel dazu investiert Hims & Hers kräftig in Infrastruktur und Software. Die Verwaltungskosten kletterten um 124,5 Prozent auf 110 Millionen Dollar. Treiber sind vor allem anhaltende Ausgaben für KI-Projekte. Das Management setzt damit klar auf die Jahre nach dem aktuellen Umbau.

Auch die Kundenbasis wächst weiter. Rund 2,6 Millionen Mitglieder nutzen inzwischen die Angebote, ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark entwickelt sich die neue Produktlinie: In sechs Wochen wurden mehr als 125.000 Wegovy-Sendungen ausgeliefert.

Ausblick bleibt ambitioniert

Für das Gesamtjahr 2026 hebt Hims & Hers die Umsatzprognose auf 2,8 bis 3,0 Milliarden Dollar an. Zuvor hatte das Unternehmen 2,7 bis 2,9 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Für das zweite Quartal peilt der Konzern Erlöse zwischen 680 und 700 Millionen Dollar an.

Das Management hält zudem an dem Ziel fest, 2027 ein positives EBITDA zu erreichen. Bis 2030 sollen 6,5 Milliarden Dollar Umsatz und 1,3 Milliarden Dollar EBITDA drin sein. Nach der jüngsten Zahlenvorlage fiel zudem ungewöhnlich viel Aktivität bei Call-Optionen auf. Das zeigt, wie stark der Markt die Neuausrichtung gerade verfolgt.

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