Hims & Hers Aktie: 70 Millionen Anteile leerverkauft
Die Telemedizin-Plattform verzeichnet einen deutlichen Kursanstieg vor den Q1-Zahlen. Analysten erwarten ein Reset-Quartal mit Fokus auf Abonnenten und neue Partnerschaften.

- Kursplus von über zehn Prozent
- Hohe Leerverkaufsquote vor Zahlen
- Strategiewechsel bei Abnehmmedikamenten
- Integration von Novo Nordisk-Produkten
Die Telemedizin-Plattform Hims & Hers hat die Handelswoche mit einem kräftigen Kurssprung beendet. Kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen zum ersten Quartal 2026 herrscht an der Börse Hochspannung. Im Fokus steht dabei nicht nur die Bilanz, sondern vor allem die Neuausrichtung des Geschäftsmodells.
Die Aktie schloss am Freitag mit einem Plus von über zehn Prozent bei 28,27 US-Dollar. Dieser Zuwachs ist bemerkenswert, da das Papier seit Jahresbeginn deutlich unter Druck stand. Ein wesentlicher Treiber für die jüngste Bewegung könnte die hohe Leerverkaufsquote sein. Mehr als ein Drittel der frei handelbaren Aktien ist derzeit leerverkauft, was einem Volumen von fast 70 Millionen Anteilen entspricht. Vor den Quartalszahlen scheinen einige Leerverkäufer ihre Positionen nun glattzustellen.
Reset-Quartal für die Plattform
Analysten bezeichnen die kommenden Zahlen als „Reset-Quartal“. Der Markt rechnet mit einem Umsatz von rund 618 Millionen US-Dollar. Beim Gewinn je Aktie wird ein Wert zwischen 0,03 und 0,04 US-Dollar erwartet. Das entspräche einem deutlichen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Entwicklung der Abonnentenzahlen. Ende letzten Jahres zählte das Unternehmen über 2,5 Millionen Nutzer. Da rund 90 Prozent des Umsatzes aus wiederkehrenden Abonnements stammen, ist die Stabilität dieser Basis entscheidend. Die Bindungsrate lag zuletzt bei soliden 82 Prozent für Nutzer, die länger als drei Monate dabei sind.
Strategiewechsel bei Abnehmmedikamenten
Hims & Hers reagiert derzeit auf regulatorischen Druck durch die US-Gesundheitsbehörde FDA. Da die Massenherstellung von bestimmten Präparaten eingeschränkt werden soll, setzt das Unternehmen verstärkt auf Markenprodukte. Eine Kooperation mit Novo Nordisk integriert nun Ozempic und Wegovy direkt in die Plattform.
Dieser Schritt minimiert rechtliche Risiken, belastet jedoch die Margen. Markenmedikamente werfen in der Regel weniger Gewinn ab als Eigenmischungen. Parallel dazu muss das Management den Markt über die Integration des australischen Anbieters Eucalyptus informieren. Die milliardenschwere Übernahme markiert den Einstieg in internationale Märkte.
Die Veröffentlichung der Quartalsberichte im Mai wird zur Belastungsprobe für die aktuelle Bewertung. Neben den reinen Finanzdaten warten Marktteilnehmer auf Details zur FDA-Entscheidung bezüglich bestimmter Wirkstoffe. Angesichts der hohen Volatilität und der massiven Short-Positionen dürften die kommenden Handelstage richtungsweisend für den weiteren Jahresverlauf sein.
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