Hims & Hers Aktie: Ermittlungen vor Quartalsbericht
Vor dem Quartalsbericht am 11. Mai ermitteln Anwälte gegen Hims & Hers. Die Aktie notiert weit unter ihrem Jahreshoch, während Analysten auf die Umsetzung der Jahresziele blicken.

- Anwaltskanzlei leitet Wertpapierermittlung ein
- Aktienkurs deutlich unter 52-Wochen-Hoch
- Umsatzprognose für Q1 unter Analystenerwartungen
- Analysten sehen langfristiges Aufwärtspotenzial
Kurz vor dem Quartalsbericht am 11. Mai häufen sich bei Hims & Hers die Belastungen. Eine neue Wertpapierermittlung trifft das Unternehmen in einem ohnehin schwierigen Übergangsjahr — und die Anleger warten gespannt darauf, ob die Zahlen die ambitionierten Jahresziele noch stützen können.
Neue Klage, alte Vorwürfe
Die Anwaltskanzlei Kahn Swick & Foti (KSF) hat eine Untersuchung gegen Hims & Hers eingeleitet. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Unternehmensführung und Vorstand ihre Treuepflichten gegenüber Aktionären verletzt oder gegen Wertpapiergesetze verstoßen haben.
Auslöser ist ein Ereignis vom Juni 2025: Novo Nordisk kündigte damals die Partnerschaft mit Hims & Hers auf — mit der Begründung, das Unternehmen habe gegen das Verbot des Massenvertriebs von Kompositarzneimitteln verstoßen. Im Anschluss folgte eine Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs. Zusätzlich ermittelt die Schall Law Firm, und Verkäufe von CFO Oluyemi Okupe haben das Vertrauen der Anleger weiter belastet.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 19 Dollar — weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 70,43 Dollar. Nach dem Bekanntwerden des Novo-Deals im März war der Kurs kurzzeitig auf etwa 27 Dollar gestiegen, hat diesen Anstieg aber größtenteils wieder abgegeben. Das Short-Interesse liegt bei rund 83,3 Millionen Aktien.
Schwache Guidance, hohe Erwartungen
Die Ausgangslage für den Q1-Bericht ist anspruchsvoll. Das Unternehmen hatte für das erste Quartal 2026 einen Umsatz zwischen 600 und 625 Millionen Dollar in Aussicht gestellt — unter den Analystenerwartungen von 638 Millionen Dollar. Als Hauptgrund nannte das Management einen Belastungseffekt von 65 Millionen Dollar durch Änderungen beim Versand personalisierter Gewichtsreduktionsmedikamente. Der Konsens liegt bei 621,4 Millionen Dollar Umsatz und einem Gewinn je Aktie von lediglich 0,02 Dollar.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 2,7 und 2,9 Milliarden Dollar sowie ein bereinigtes EBITDA von 300 bis 375 Millionen Dollar an. Langfristig sollen bis 2030 ein Umsatz von 6,5 Milliarden Dollar und ein bereinigtes EBITDA von 1,3 Milliarden Dollar erreicht werden — gestützt durch Investitionen in KI, Diagnostik und internationale Expansion, darunter die geplante Übernahme des australischen Telehealth-Unternehmens Eucalyptus für bis zu 1,15 Milliarden Dollar.
Analysten gespalten
Canaccord Genuity bekräftigte am 27. März seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 30 Dollar. Die Bank sieht die Novo-Partnerschaft als langfristigen Wachstumstreiber, räumt aber ein, dass der Übergang von Kompositarzneimitteln zu Markenprodukten den Umsatz kurzfristig belastet. Der Durchschnitt von 14 Analysten lautet auf „Halten“ mit einem 12-Monats-Kursziel von 29,33 Dollar — ein impliziertes Aufwärtspotenzial von über 53 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.
Der Bericht am 11. Mai wird zeigen, wie teuer der Umbau des Geschäftsmodells tatsächlich ist. Gleichzeitig hat Novo Nordisk Ende März vergünstigte Wegovy-Direktabonnements eingeführt — ein zusätzlicher Preisdruck für den gesamten Telehealth-Markt im Bereich Gewichtsreduktion.
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