Hims & Hers Aktie: Hoher Druck
Die Aktie von Hims & Hers verliert deutlich an Wert, da Anleger die hohe Bewertung und den Margendruck im Telehealth-Sektor hinterfragen. Die Marktkapitalisierung sank um rund 700 Millionen US-Dollar.

- Aktie verliert fast 9 Prozent binnen einer Woche
- Hohes Kurs-Gewinn-Verhältnis von 58 steht im Fokus
- Sorgen um Profitabilität und Margenkompression wachsen
- Institutionelle Investoren reduzieren offenbar ihre Engagements
Hims & Hers gerät nach einem starken Lauf spürbar unter Druck. Innerhalb einer Woche hat sich die Stimmung deutlich eingetrübt, weil Anleger die bisher hohe Bewertung zunehmend hinterfragen. Im Kern geht es um die Frage, ob die aktuelle Profitabilität und die Perspektiven im Telehealth-Sektor das bisherige Bewertungsniveau noch rechtfertigen – oder ob eine Phase der Neubewertung läuft.
Eine Woche Gegenwind
In den vergangenen sieben Handelstagen summierte sich der Rückgang der Aktie auf rund 8,7 %. Damit wurde in kurzer Zeit ein erheblicher Teil an Börsenwert ausgelöscht: Die Marktkapitalisierung sank um etwa 699 Millionen US‑Dollar und liegt nun bei rund 7,3 Milliarden US‑Dollar.
Parallel dazu hat der Titel wichtige gleitende Durchschnitte nach unten durchbrochen. Aus technischer Sicht signalisiert das ein schwächeres Bild, das kurzfristig weitere Verkäufe begünstigen kann. Das zeigt sich bereits darin, dass automatische Handelssysteme auf die gebrochenen Unterstützungen reagiert haben und zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugten.
Ein Blick auf die aktuellen Kursniveaus unterstreicht die Korrektur: Am Freitag schloss die Aktie bei 33,52 US‑Dollar, knapp über dem 50‑Tage-Durchschnitt von 32,70 US‑Dollar, aber deutlich unter der 200‑Tage-Linie von 40,35 US‑Dollar. Vom 52‑Wochen-Hoch bei 66,06 US‑Dollar ist der Wert damit fast um die Hälfte entfernt, während das Tief bei 22,21 US‑Dollar noch spürbaren Abstand lässt.
Bewertung rückt in den Mittelpunkt
Der wichtigste Auslöser der jüngsten Schwäche ist die hohe Bewertung. Die Aktie wird mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 58 bewertet. In einem Umfeld, in dem viele Investoren vorsichtiger werden, ist ein derartiger Multiplikator ein klares Risiko – insbesondere für wachstumsstarke, aber noch empfindliche Geschäftsmodelle.
Marktteilnehmer prüfen daher, ob das bisherige Bewertungsprämium angesichts des makroökonomischen Umfelds und der Branchenaussichten noch gerechtfertigt ist. Hinweise auf Umschichtungen sind erkennbar: Anleger ziehen Kapital aus wachstumsorientierten, hoch bewerteten Werten wie Hims & Hers ab und bevorzugen defensivere Titel mit niedrigeren Multiplikatoren.
Margen und Sektor im Fokus
Neben der reinen Bewertungsdebatte treten inzwischen fundamentale Sorgen stärker in den Vordergrund. Analysten heben vor allem den Druck auf die Profitabilität hervor. Für das laufende und das kommende Jahr steht die Gefahr einer Margenkompression im Raum. Gründe dafür sind:
- steigender Wettbewerbsdruck im Telehealth- und Wellnessmarkt
- höhere operative Kosten im laufenden Geschäft
- die Herausforderung, Wachstum und Profitabilität gleichzeitig zu stabil halten
Wenn Margen unter Druck geraten, wird ein KGV von 58 schwieriger zu begründen. Genau diese Konstellation sorgt jetzt für Nervosität. Verstärkt wird das Bild durch Hinweise auf Abgaben von institutioneller Seite: Größere Volumina deuten darauf hin, dass Fonds ihre Engagements reduzieren und damit das Angebot an verfügbaren Aktien erhöhen.
Hinzu kommt, dass der gesamte Telehealth- und Wellnesssektor kritisch beäugt wird. Marktteilnehmer hinterfragen, wie nachhaltig die Wachstumsraten nach den Boomjahren der Digitalisierung im Gesundheitswesen tatsächlich sind. Diese Sektor-Skepsis überträgt sich direkt auf Hims & Hers und verstärkt den Abgabedruck.
Ausblick: Volatilität bleibt hoch
Kurzfristig dominiert klar die Verkäuferseite. Der Rückgang von 8,7 % in nur einer Woche zeigt, wie sensibel der Markt inzwischen auf Bewertungsrisiken reagiert. Gleichzeitig ist die Aktie trotz der Korrektur im 12‑Monats-Vergleich noch deutlich im Plus und weist mit einer annualisierten 30‑Tage-Volatilität von knapp 67 % ein hohes Schwankungsniveau auf – schnelle Bewegungen nach oben wie nach unten bleiben damit wahrscheinlich.
Entscheidend für die nächsten Wochen wird sein, ob das Unternehmen die Margen stabilisieren und die Profitabilität untermauern kann. Gelingt es, die Sorgen um die Ertragsseite zu entschärfen, wäre Spielraum für eine Gegenbewegung vorhanden. Bleiben Margendruck und Sektorzweifel jedoch bestehen, dürfte die Phase der Neubewertung anhalten und eine anhaltend nervöse Kursentwicklung prägen.
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