Hims & Hers Aktie: Kehrtwende?
Die Aktie von Hims & Hers verzeichnet den stärksten Tagesgewinn seit Monaten, nachdem Gesundheitsminister Kennedy eine mögliche Freigabe von Peptiden ankündigte. Das Unternehmen steht jedoch weiter unter regulatorischem Druck.

- Starker Kurssprung nach regulatorischer Hoffnung
- Novo Nordisk Klage und FDA-Kontrollen belasten
- Solide Umsatzentwicklung, aber gedämpfte Prognose
- Internationale Expansion durch geplante Übernahme
Die Aktie von Hims & Hers erlebt ihren besten Tag seit Monaten. Auslöser: Eine überraschende Ankündigung von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., die dem unter Druck stehenden Telemedizin-Unternehmen neue Hoffnung gibt. Nach wochenlangen Klagen und regulatorischen Drohungen könnte sich das Blatt wenden.
Kennedy öffnet die Tür für Peptide
In einem Podcast-Interview kündigte Kennedy an, die FDA überprüfe den Status von rund 14 Peptiden, die bislang für US-amerikanische Compounding-Apotheken gesperrt waren. Eine Freigabe würde es Unternehmen wie Hims & Hers erlauben, diese Wirkstoffe legal herzustellen – ohne Abmahnungsrisiko.
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Die Reaktion an der Börse war eindeutig: Die Aktie schnellte am Montag um knapp 14 Prozent nach oben und schloss bei 16,48 Dollar. Das war der stärkste Tagesgewinn seit Oktober.
Hims & Hers hatte 2025 eine Peptid-Produktionsstätte in Kalifornien erworben und sich damit strategisch positioniert. Kennedy verwies zudem auf einen „grauen Markt“, über den Verbraucher derzeit Peptide beziehen – ein Kundenstamm, den Hims & Hers bei einer Zulassung erschließen könnte.
Unter Beschuss: Novo Nordisk und FDA greifen an
Die Erholung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Novo Nordisk hat Hims & Hers wegen Patentverletzungen verklagt und fordert ein dauerhaftes Vertriebsverbot für compoundierte Semaglutid-Produkte. Parallel dazu leitete die FDA verschärfte Kontrollen gegen massenhaft vermarktete GLP-1-Präparate ein. Das Gesundheitsministerium verwies den Fall bereits an das Justizministerium – wegen möglicher Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz.
Die Aktie hat seit ihrem 52-Wochen-Hoch bei 70,43 Dollar mehr als drei Viertel an Wert verloren. Analysten reagierten mit Kurszielkürzungen: Die Deutsche Bank senkte ihr Ziel von 42 auf 31 Dollar und sprach von einem Unternehmen „unter Belagerung“. Der Konsens liegt bei „Halten“, das durchschnittliche Kursziel von 26,57 Dollar impliziert allerdings ein Aufwärtspotenzial von über 60 Prozent.
Starke Zahlen, schwacher Ausblick
Die Geschäftszahlen für 2025 zeigen ein gesundes Fundament: Der Umsatz kletterte um 59 Prozent auf 2,35 Milliarden Dollar, die Zahl der Abonnenten stieg auf 2,5 Millionen. Die Bruttomarge liegt bei 73,8 Prozent.
Doch für 2026 rechnet das Management nur noch mit 15 Prozent Wachstum. Das Gewichtsverlust-Segment, lange ein Wachstumstreiber, dürfte im ersten Quartal 2026 einen Gegenwind von rund 65 Millionen Dollar erzeugen. Die langfristigen Ziele – 6,5 Milliarden Dollar Umsatz bis 2030 – gelten weiterhin, setzen aber den Zugang zu compoundiertem Semaglutid voraus.
Internationale Expansion als Rettungsanker
Parallel zum regulatorischen Gegenwind treibt Hims & Hers seine globale Expansion voran. Die geplante Übernahme von Eucalyptus, einem digitalen Gesundheitsanbieter in Australien, Großbritannien und Deutschland, soll Mitte 2026 abgeschlossen werden. Kaufpreis: bis zu 1,15 Milliarden Dollar. Eucalyptus erwirtschaftet bereits über 450 Millionen Dollar Jahresumsatz.
Die Frage bleibt: Kann das internationale Geschäft die Belastungen im Heimatmarkt ausgleichen? Kennedys Peptid-Initiative könnte Hims & Hers eine neue Produktkategorie eröffnen. Ob das ausreicht, um die GLP-1-Verluste zu kompensieren und gleichzeitig eine milliardenschwere Übernahme zu stemmen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
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