Hims & Hers Aktie: Neueste Enttäuschungen!

Hims & Hers beendet Verkauf eines umstrittenen Abnehmprodukts, was eine Untersuchung gegen den Vorstand auslöst. Trotz Umsatzwachstum dämpfen Margenrückgang und vorsichtiger Ausblick die Stimmung.

Die Kernpunkte:
  • Untersuchung zu möglichen Treuepflichtverletzungen des Vorstands
  • Rückzug von umstrittenem Wegovy-Nachbau nach Kritik
  • Umsatzwachstum, aber gesunkene Bruttomarge
  • Aktie notiert auf 52-Wochen-Tief

Hims & Hers gerät gleich von zwei Seiten unter Druck: operativ durch den Rückzug eines umstrittenen Abnehmprodukts – und juristisch durch eine neue Untersuchung gegen den Verwaltungsrat. Genau diese Kombination nährt Zweifel, wie belastbar die jüngsten Wachstumszahlen wirklich sind. Was steckt hinter dem plötzlichen Gegenwind?

Untersuchung nach Wegovy-Stopp

Die Kanzlei The Law Offices of Howard G. Smith hat eine Untersuchung zu möglichen Verstößen gegen Treuepflichten („fiduciary duty“) durch den Verwaltungsrat angestoßen. Auslöser ist der Schritt, den Verkauf einer selbst hergestellten („compounded“) Version des Abnehmmedikaments Wegovy einzustellen.

Hintergrund: Ein ehemaliger FDA-Kommissar hatte öffentlich die zugrundeliegende Technologie infrage gestellt und auf fehlende klinische Studiendaten hingewiesen. Diese Kritik erhöhte den öffentlichen und regulatorischen Druck – und lieferte den Nährboden für die juristische Prüfung.

Wachstum da – aber der Ausblick bremst

Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 zeichneten für Anleger ein gemischtes Bild. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich deutlich auf 617,8 Mio. US-Dollar, zudem wuchs die Zahl der Abonnenten auf über 2,51 Mio. Beim Gewinn je Aktie lag das Unternehmen mit 0,08 US-Dollar sogar über den Markterwartungen. Auch das bereinigte EBITDA legte gegenüber dem Vorjahr zu.

Doch der Blick nach vorn dämpfte die Stimmung: Für das erste Quartal 2026 stellte das Management 600 bis 625 Mio. US-Dollar Umsatz in Aussicht – und blieb damit unter einigen Markterwartungen. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Unternehmen 2,7 bis 2,9 Mrd. US-Dollar Umsatz an, bei einem bereinigten EBITDA von 300 bis 375 Mio. US-Dollar. Gerade in einer Phase erhöhter Unsicherheit zählt am Markt oft weniger, was war – sondern ob die nächsten Quartale das Wachstumstempo halten.

Marge unter Spannung

Zusätzlich rückte die Profitabilität in den Fokus. Die Bruttomarge ging im jüngsten Berichtszeitraum um 500 Basispunkte auf 72% zurück. Diese Belastung wird im Zusammenhang mit dem Stopp der GLP‑1-„compounded“-Produktlinie gesehen, der nach Kritik durch die FDA sowie einer Klage von Novo Nordisk erfolgte.

An der Börse spiegelt sich die angespannte Lage deutlich wider: Die Aktie schloss heute bei 12,28 Euro und markierte damit zugleich ihr 52‑Wochentief.

Im Kalender steht damit vor allem eines im Vordergrund: Ob das Unternehmen die Lücke aus dem gestoppten GLP‑1-Geschäft operativ schließen kann, ohne dass Marge und Wachstum weiter nachgeben – während parallel die angekündigte Untersuchung zusätzliche Unsicherheit rund um den Kurs einschleust.

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