Hims & Hers Aktie: Wachstum bremst

Die Trennung von Novo Nordisk führt zu reduzierten Umsatzprognosen und erhöhtem Margendruck für Hims & Hers. Analysten sehen 2026 als Übergangsjahr mit hohen Investitionen.

Die Kernpunkte:
  • Endgültiges Aus der Novo-Nordisk-Kooperation
  • Umsatzwachstum für 2026 auf 17% gesenkt
  • Hohe Investitionen belasten die Gewinnmargen
  • Aktie verliert über 50% vom Jahreshoch

Der Bruch mit Novo Nordisk hat für Hims & Hers deutlich spürbare Folgen. Die erhoffte große Pharmapartnerschaft ist vom Tisch, stattdessen rückt 2026 als Übergangsjahr in den Fokus. Gleichzeitig fahren Analysten ihre Wachstumserwartungen zurück und verweisen auf steigende Investitionen sowie zunehmenden Margendruck.

Ende der Novo-Nordisk-Partnerschaft

Gerüchte über eine mögliche Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Novo Nordisk haben sich zerschlagen. Die Partnerschaft wurde bereits im Juni 2025 beendet. Novo Nordisk verwies dabei auf Bedenken hinsichtlich „illegalen Mass-Compoundings“ und „irreführender Vermarktung“ von Semaglutid-Produkten.

Im Januar 2026 wurde dieser Schnitt faktisch bestätigt. Hims & Hers tauchte nicht in der neuen Partnerliste von Novo Nordisk für die Einführung der oralen Wegovy-Pille auf. Damit bleibt dem Telemedizin-Anbieter der Zugang zu offiziellen Vertriebskanälen für die gefragten markenrechtlich geschützten GLP-1-Gewichtsverlustpräparate verschlossen.

Das Unternehmen setzt nun vollständig auf selbst hergestellte, zusammengesetzte Alternativpräparate. Diese Strategie ist mit anhaltenden regulatorischen Risiken verbunden und bietet keinen direkten Zugang zu den margenstarken Originalprodukten der großen Pharmakonzerne.

Analysten senken Wachstumserwartungen

Die strategische Isolation spiegelt sich in den aktuellen Einschätzungen großer Banken wider. Morgan Stanley bestätigte am 20. Januar ein „Equalweight“-Rating, koppelte dies aber mit einer deutlich vorsichtigeren Prognose.

Für 2026 rechnet die Bank nur noch mit einem Umsatzplus von rund 17 %. Zuvor war das Unternehmen 2025 zeitweise dreistellig gewachsen. Der frühere Rhythmus aus Prognoseübertreffungen und anschließenden Anhebungen („beat-and-raise“) gilt damit als vorerst beendet, nachdem die Entwicklung im späten Jahr 2025 hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist.

Bank of America Securities zeigt sich noch skeptischer. Das Institut bleibt bei „Underperform“ und einem Kursziel von 29 US-Dollar. 2026 wird dort als Jahr hoher Investitionen eingeordnet: Zusätzliche Ausgaben für Technologie und Personal dürften die Margen belasten, ohne kurzfristig für einen spürbaren Umsatzschub zu sorgen.

Marktreaktion und Chartbild

An der Börse sind diese Risiken bereits eingepreist. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie rund 8 % im Minus. Vom 52‑Wochen-Hoch bei 68,74 US‑Dollar im Februar 2025 ist der Titel mit einem aktuellen Kurs um 31,50 US‑Dollar mehr als 50 % entfernt.

Charttechnisch steht vor allem die Zone um 30 US‑Dollar im Fokus. Dort verläuft eine wichtige Unterstützung. Mehrere gescheiterte Ausbruchsversuche Ende 2025 haben im oberen Kursbereich zusätzlichen Angebotsdruck aufgebaut. Ohne klaren Impuls durch eine markenrechtlich geschützte GLP‑1-Kooperation halten sich institutionelle Investoren bislang zurück.

Wichtige Kennzahlen (Stand heute)

  • Aktueller Kurs: ca. 31,50 US‑Dollar
  • 52‑Wochen-Hoch: 68,74 US‑Dollar
  • Umsatzwachstum 2026: ca. 17 % (Prognose Morgan Stanley)
  • Analystenkonsens: eher negativ bis neutral (Zacks Rank #4 Sell)
  • Wichtiger Widerstand: 35,00 US‑Dollar

Neubewertung der Story

Das bisherige Investment-Narrativ rund um eine mögliche erneute Allianz mit Novo Nordisk ist ausgereizt. Hims & Hers muss nun zeigen, dass das Kerngeschäft und die eigenen Compound-Lösungen ausreichen, um das Wachstum auf einem attraktiven Niveau zu halten.

Mit der klaren Absage seitens Novo Nordisk, den reduzierten Wachstumsprognosen von rund 17 % für 2026 und erwarteten Margeneinbußen befindet sich die Aktie aktuell in einer ausgeprägten „Show-me“-Phase. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob das Unternehmen im Verlauf von 2026 eine stabile Geschäftsdynamik ohne Rückenwind eines großen Pharmapartners vorlegen kann.

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