Hochtief Aktie: Thiess komplett übernommen

Hochtief integriert Bergbautochter Thiess vollständig für 1,18 Mrd. AUD, die Aktie fällt trotz DAX-Rekord um 2,27 Prozent.

Die Kernpunkte:
  • Thiess-Übernahme für 1,18 Mrd. AUD
  • Aktie fällt um 2,27 Prozent
  • Fokus auf kritische Mineralien
  • DAX-Rekordtag mit Verlierern

Hochtief hat seine Bergbautochter Thiess komplett übernommen. Die strategische Akquisition kostet 1,18 Milliarden australische Dollar. Doch die Aktie fällt – trotz Rekordjagd im DAX.

Am Donnerstag erreichte der deutsche Leitindex ein neues Allzeithoch bei 25.656 Punkten. Hochtief zeigte sich unbeeindruckt. Der Kurs fiel um 2,27 Prozent auf 496,00 Euro.

Milliarden-Deal abgeschlossen

Die australische Tochter CIMIC hat die restlichen Thiess-Anteile von Elliott Advisors gekauft. Damit ist der Bergbaudienstleister wieder vollständig unter dem Hochtief-Dach. Das Unternehmen will mit Thiess vor allem vom Boom kritischer Mineralien profitieren.

Thiess hat sein Portfolio auf Metalle und Mineralien ausgerichtet, die für die Energiewende zentral sind. Der operative Nettogewinn von Hochtief soll durch die Übernahme 2026 leicht steigen. Hinzu kommt: CIMIC gewinnt strategische Flexibilität für weitere Zukäufe.

Gewinnmitnahmen trotz Kauflaune

Der Markt reagierte verhalten. Obwohl die Übernahme langfristig Sinn ergibt, nutzten Anleger den positiven Gesamttrend für Kasse. Das Timing ist auffällig: Ausgerechnet am Tag des DAX-Rekords zählen Infineon, Scout24 und Hochtief zu den wenigen Verlierern.

Die Zahlen zeigen: Der aktuelle Kurs liegt rund 10,55 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 554,50 Euro. Der RSI von 50,3 signalisiert Neutralität – weder überkauft noch überverkauft. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 40,89 Prozent.

Seit Jahresbeginn steht Hochtief dennoch bei einem Plus von 46,49 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief von 162,80 Euro beträgt 204,67 Prozent.

Die vollständige Thiess-Integration ist abgeschlossen, der strategische Nutzen klar. Ob die Aktie den milliardenschweren Deal nun als Rückenwind nutzt, hängt von der weiteren Integration und der allgemeinen Marktstimmung ab.

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