Hochtief Aktie: Übernahme von Autmatec vereinbart

Hochtief erhöht im ersten Halbjahr 2026 Gewinn und Auftragseingang. Datenzentren, Stromnetze und ein Rekordbestand prägen den Wachstumskurs.

Die Kernpunkte:
  • Operativer Nettogewinn steigt um 35 Prozent
  • Auftragseingang erreicht 31,5 Milliarden Euro
  • Auftragsbestand klettert auf 84,8 Milliarden Euro
  • Turner verdoppelt Datenzentrum-Aufträge mehr als

Die Aktie von Hochtief notiert bei 397,20 Euro und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von 19 Prozent. Nach einer vorangegangenen Konsolidierungsphase liegt der Kurs rund 28 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Vor diesem Hintergrund richtet sich das Augenmerk der Marktteilnehmer auf die operative Tragfähigkeit der Essener Unternehmensgruppe.

Dabei stützt sich der Konzern auf eine anhaltend hohe Auslastung. Während traditionelle Infrastrukturvorhaben weiterhin das Fundament bilden, gewinnen technologisch anspruchsvolle Segmente spürbar an Bedeutung für das Gesamtergebnis.

Kräftiger Zuwachs bei Ertrag und Aufträgen

Die Geschäftsentwicklung der ersten Jahreshälfte untermauert diesen Trend. Im ersten Halbjahr 2026 kletterte der operative Nettogewinn im Jahresvergleich um 35 Prozent auf 480 Millionen Euro. Gleichzeitig legte das Neugeschäft deutlich zu: Der Auftragseingang wuchs im selben Zeitraum währungsbereinigt um 25 Prozent auf 31,5 Milliarden Euro.

Dieser anhaltende Zufluss ließ den gesamten Auftragsbestand auf den Rekordwert von 84,8 Milliarden Euro anschwellen. Das dicke Polster verschafft dem Baudienstleister eine hohe Visibilität für die kommenden Quartale und federt Schwankungen im zyklischen Projektgeschäft ab.

Rechenzentren und Stromnetze als Wachstumstreiber

Als maßgeblicher Treiber für diese Dynamik erweist sich das US-Geschäft. Bei der Tochtergesellschaft Turner verdoppelte sich das Auftragsvolumen im Bereich Datenzentren in den zwölf Monaten bis zum Stichtag Ende Juni mehr als. Für das Gesamtjahr 2026 peilt Turner einen operativen Gewinn vor Steuern in einer Spanne von USD 1.400 bis 1.460 Millionen an.

Ergänzend dazu verstärkt Hochtief seine Aktivitäten im europäischen Netzbau. Vor rund zwei Wochen vereinbarte das Unternehmen die Übernahme des deutschen Freileitungsspezialisten Autmatec, der rund 80 Mitarbeiter zählt. Der Vollzug dieser Transaktion steht unter dem Vorbehalt der fusionskontrollrechtlichen Freigabe durch das Bundeskartellamt.

Im pazifischen Raum meldete die Konzerntochter CPB Contractors am 9. September einen weiteren Erfolg. Das Unternehmen erhielt den Zuschlag für den Ausbau des Kwinana Freeway in Westaustralien mit einem Vertragswert von rund 250 Millionen AUD.

Nächster Prüfstein im November

Die Ausweitung auf wachstumsstarke Bereiche wie die digitale Infrastruktur und Energienetze soll die Ertragskraft nachhaltig absichern. Wie effizient sich der hohe Auftragsbestand im laufenden Halbjahr in Umsatz und Ertrag niederschlägt, wird sich am 5. November 2026 zeigen: An diesem Tag veröffentlicht Hochtief den Zwischenbericht für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres.

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