Hochtief: Die Ernte hat begonnen, Aktie auf neuem Hoch

Der Baukonzern Hochtief bewies mit Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres, dass sich die Maßnahmen der letzten Jahre bezahlt machen. Dazu kommen auch noch die guten Aussichten für diese Branche.

 

© Hochtief
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Jahrelang litten Baukonzerne unter einer rückläufigen Auftragslage insbesondere bei den öffentlichen Auftraggebern. Branchenweit kamen daher die Unternehmen in die Zwangslage, mussten sich restrukturieren, Stellen streichen und manche überlebten diese lange Durststrecke gar nicht.

 

Hartes Sparprogramm und Konzernumbau

Auch Hochtief hatte mit allerlei Baustellen zu kämpfen. Nach der Übernahme durch die spanische ACS verordnete Konzernchef Marcelino Fernandez Verdes dem Konzern eine Art Rosskur.

Neben Stellenstreichungen trennte man sich von einer Vielzahl von Tochterunternehmen. Darunter fielen das Flughafengeschäft, die Immobilientochter Aurelis und auch die Servicesparte. Im letzten Jahr verkündete Hochtief dann den Rückzug aus dem Geschäft mit Windenergie auf hoher See und verkaufte den Wohnungsentwickler Format.

Viele dieser Maßnahmen stießen auf Kritik von Beschäftigten und auch Marktteilnehmern. Jedoch zeigen die Zahlen, dass man damit auf dem richtigen Weg ist und der Konzernumbau mit Konzentration auf das Baugeschäft die richtige Entscheidung war.

 

Quartalsergebnisse von Hochtief sprechen für sich

Im letzten Quartal verzeichnete Hochtief einen Anstieg der Auftragseingänge von 4,9 Mrd. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 7,1 Mrd. Euro. Dabei nahm die Leistung nach 6,2 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum auf 6,4 Mrd. Euro zu. Der Auftragsbestand liegt bei rund 37 Mrd. Euro.

Das Ergebnis vor Steuern, bereinigt um Spartenverkäufe, kletterte um fast 30 Mio. Euro auf 163,2 Mio. Euro. Der bereinigte Konzerngewinn stieg um rund 15 Mio. Euro auf 68,4 Mio. Euro. Damit lag man über den Erwartungen der Analysten.

Beim Vorsteuerergebnis erreichte Hochtief eine Steigerung von 96,8 Mio. Euro zuvor auf 142,9 Mio. Euro. Der Konzerngewinn lag mit 55,8 Mio. Euro nur leicht unter dem des Vorjahres mit 56,4 Mio. Euro.

Einen deutlichen Zuwachs konnte der Konzern beim operativen Cashflow vorweisen. Hier ging es von 156,8 Mio. Euro auf ganze 595 Mio. Euro aufwärts. Damit verzeichnete Hochtief im 1. Halbjahr Mittelzuflüsse von 104 Mio. Euro, was nach eigenen Angaben nach Jahren wieder einen positiven Wert im ersten Halbjahr darstellt.

 

Vorstand bekräftigt Prognose

Die Prognosen für das gesamte Geschäftsjahr wurden von der Konzernleitung bekräftigt. Danach soll der bereinigte Konzerngewinn die Spanne von 220 bis 260 Mio. Euro erreichen. Dies entspräche einer Steigerung von 15 bis 35% im Vergleich zum Vorjahr.

 

Aktie markiert neues Hoch

Bereits Mitte Juni empfahlen wir die Aktie von Hochtief zum Kauf. Zu diesem Zeitpunkt lag der Kurs bei 69,53 Euro. Das wurde seither noch gesteigert. Der aktuelle Kurs mit 78,85 Euro konnte den Anlegern somit schon einige Gewinne bescheren.

150731 Hochtief

Neben den guten Branchenaussichten konnte Hochtief in letzter Zeit auch einige neue Großaufträge an Land ziehen. Heute markierten die Papiere ein neues Jahreshoch und zugleich dürften die jüngsten Empfehlungen verschiedener Analysten, welche die Aktie weiterhin auf „Kaufen“ beließen, den Kursverlauf weiter positiv beeinflussen.

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