Hochtief steigert Dividende um fast ein Drittel

Das größte deutsche Bau-Unternehmen Hochtief zahlt seinen Aktionären dank eines Gewinnsprungs im letzten Jahr eine deutlich höhere Dividende. Die für 2016 vorgeschlagene Summe von 2,60 Euro je Aktie entspricht einer Steigerung von 30 % im Vergleich zu 2015.

Laut Konzernangaben soll die Dividende "die starke Ergebnisentwicklung des Konzerns reflektieren und gleichzeitig die Zuversicht der Hochtief-Unternehmensleitung hinsichtlich der künftigen Entwicklung zum Ausdruck bringen". Denn auch die Aktionäre sollen vom Aktienkurs profitieren, der im letzten Geschäftsjahr um 55 % zulegte.

Hochtief-Konzerngewinn höchsten Wert der Geschichte

Der nominale Konzerngewinn legte im Vergleich zum Vorjahr um 54 % zu und erreichte mit 321 Mio. Euro den höchsten Wert, den Hochtief je erzielt hat. Der um Einmaleffekte bereinigte operative Konzerngewinn hat dank Zuwächsen in Amerika, Australien und Europa um 37 % auf 361 Mio. Euro zugelegt. Dieser Wert lag damit am oberen Ende der vor einem Jahr prognostizierten Spanne von 300 bis 360 Mio. Euro.

Auftragsbestand steigt um 20 %

Die Gründe für diese guten Konzernzahlen sind in der verbesserten Projektabwicklungen und den niedrigeren Finanzaufwendungen in allen Divisionen zu finden. Außerdem stieg der Auftragsbestand auf 43,1 Mrd. Euro an und liegt damit auf dem höchsten Niveau seit 2012. Das entspricht einem Zuwachs von 20 % gegenüber Dezember 2015 bzw. einer Steigerung um 10 %, wenn man die Aufträge des Dienstleistungsunternehmens UGL im Wert von 3,4 Mrd. Euro ausgeklammert.

Optimistisch für 2017

Im Jahr 2017 will Hochtief in Nordamerika, der Region Asien-Pazifik und Europa relevante Projekte im Wert von insgesamt 150 Mrd. Euro auf den Markt bringen. Für die Jahre ab 2018 sind weitere Ausschreibungen mit einem Volumen von mehr als 350 Mrd. Euro im Köcher. Zudem machen Dienstleistungen rund 10 % des Auftragsbestands aus und tragen so zu einem ausgewogeneren Risikoprofil der Essener bei.

Hochtief erwartet für 2017 ein Umsatzwachstum von mehr als 10 % und strebt einen operativen Konzerngewinn im Bereich von 410 bis 450 Mio. Euro an. Das entspricht einer Steigerung von 13 bis 25 % gegenüber 2016, wobei alle Sparten zur weiter verbesserten Performance des Konzerns beitragen sollen.

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