Honeywell Aktie: 15. Juni markiert Abspaltungs-Stichtag
Honeywell treibt die Aufspaltung voran: Am Montag beginnt die formelle Trennung der Luftfahrtsparte. Aktionäre sichern sich Bezugsrechte.

- Formeller Start der Luftfahrtsparten-Trennung
- Bezugsrechte für Aktionäre am Stichtag
- Neue Wachstumsziele für Kerngeschäft
- Fokus auf Milliarden-Zukäufe in Automation
Der Industriegigant Honeywell spaltet sich auf. Am morgigen Montag fällt der formelle Startschuss für die Trennung der Luftfahrtsparte. Wer jetzt noch Aktien hält, sichert sich die Bezugsrechte für das neue Unternehmen. Der Konzernumbau geht in die heiße Phase.
Stichtag für die Luftfahrtsparte
Der 15. Juni markiert den entscheidenden Termin. Aktionäre mit Bestand an diesem Datum erhalten am 29. Juni die neuen Papiere. Das Tauschverhältnis steht fest. Für zwei alte Honeywell-Aktien gibt es einen Anteilsschein des neuen Unternehmens „Honeywell Aerospace“.
Parallel dazu führt das Management einen Reverse Split durch. Zwei alte Aktien werden zu einer neuen zusammengelegt. Die Zahl der ausstehenden Papiere halbiert sich dadurch auf rund 317 Millionen Stück.
Neue Ziele für das Kerngeschäft
Das verbleibende Kerngeschäft firmiert künftig unter dem Namen „Honeywell Technologies“. Der Fokus liegt dann rein auf Industrieautomation und Energietechnik. Das Management hat ehrgeizige Dreijahresziele formuliert. Der Umsatz soll organisch um vier bis sechs Prozent wachsen.
Beim Gewinn plant der Vorstand jährliche Zuwächse von mehr als zehn Prozent. Für das laufende Jahr peilt das Unternehmen Erlöse von rund 20 Milliarden US-Dollar an. Ein Rekordauftragsbestand bei Prozessautomation stützt diese Prognose.
Milliarden für Zukäufe
Auch die Strategie für Zukäufe ändert sich. Das Management sucht nun gezielt nach Übernahmen im Wert von zwei bis vier Milliarden US-Dollar. Zuvor lag die Spanne deutlich weiter. Der Markt für Industrieautomation bietet laut Firmenangaben reichlich Konsolidierungspotenzial.
Ein weiterer Baustein der Neuausrichtung ist Quantinuum. Das Quantencomputing-Unternehmen brachte bei seinem Börsengang kürzlich 1,68 Milliarden US-Dollar ein. Honeywell behält knapp die Hälfte der Stimmrechte. Das Ziel: Der Konzern profitiert vom Tech-Wachstum, entlastet aber seine eigene Bilanz.
An der Börse kommt der Umbau gut an. Die Aktie beendete die Handelswoche bei 190,80 Euro. Damit verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Plus von gut 14 Prozent. Der Kurs notiert derzeit knapp über der 50-Tage-Linie. Hält diese Marke in der anstehenden Volatilität nicht, bietet der 200-Tage-Durchschnitt bei 184,28 Euro die nächste strukturelle Unterstützung.
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