Honeywell Aktie: Aerospace startet mit 16 Milliarden Schulden
Honeywell spaltet Luftfahrtsparte ab, Aktionäre erhalten neue Aktien. Hohe Schulden belasten das neue Unternehmen, während der Rest auf Zukäufe setzt.

- Abspaltung der Luftfahrtsparte Ende Juni
- Reverse Split halbiert Aktienanzahl
- Neue Aerospace-Firma startet mit 16 Milliarden Schulden
- Honeywell Technologies plant Milliarden-Zukäufe
Der Vorstand von Honeywell macht ernst. Ende Juni spaltet der US-Konzern seine Luftfahrtsparte ab. Die verbleibende Gesellschaft fokussiert sich künftig auf Industrieautomation. Anleger müssen sich auf komplexe Umbuchungen in ihren Depots einstellen.
Zwei Aktien, ein Reverse Split
Die Trennung erfolgt in wenigen Tagen. Für zwei Honeywell-Papiere erhalten Aktionäre eine neue Aktie der Honeywell Aerospace. Das neue Luftfahrtunternehmen startet unter dem Kürzel HONA an der Börse.
Das Kerngeschäft behält das Symbol HON und heißt künftig Honeywell Technologies. Parallel dazu zieht das Management die ausstehenden Aktien zusammen. Bei diesem Reverse Split halbiert sich die Stückzahl im Depot.
Milliardenlast für die Luftfahrt
Die neue Aerospace-Sparte startet mit einer massiven Hypothek. Das Unternehmen übernimmt bestehende Schulden in Höhe von 16 Milliarden US-Dollar. Zur Absicherung dienen neue Kreditlinien über vier Milliarden Dollar.
Die Folge: eine negative Eigenkapitalquote. Die Eröffnungsbilanz weist hier ein Minus von rund 3,5 Milliarden Dollar aus. Immerhin erwirtschaftete die Sparte im vergangenen Jahr 17,4 Milliarden Dollar Umsatz und einen soliden Milliardengewinn.
Zukäufe im Visier
Honeywell Technologies will nach der Trennung aggressiv wachsen. Der Fokus liegt auf der Industrieautomation. Das Management plant Zukäufe im Wert von zwei bis vier Milliarden Dollar. Damit stärkt der Konzern Bereiche wie Prozesssteuerung und vernetzte Systeme.
Die Jahresziele für das laufende Geschäftsjahr bleiben bestehen. An der Börse notiert die Honeywell-Aktie aktuell bei 196,74 Euro. Seit Januar steht damit ein Plus von knapp 18 Prozent auf der Anzeigetafel. Die Schwankungsbreite der Papiere bleibt allerdings hoch.
Beide Unternehmensteile verfolgen nun eigene Wachstumsziele. Die Luftfahrtsparte peilt bis zum Ende des Jahrzehnts ein jährliches Umsatzplus von sechs bis acht Prozent an.
Honeywell Technologies rechnet mittelfristig mit Wachstumsraten von vier bis sechs Prozent. Ende Juni erfolgt die finale Einbuchung der neuen Aerospace-Aktien in die Depots der Anleger.
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