Honeywell Aktie: Morgan Stanley hebt Kursziel auf 250 Dollar

Morgan Stanley erhöht Honeywells Kursziel auf 250 US-Dollar, während neue Spartenchefs starten und Honeywell Aerospace 2,04 Millionen US-Dollar zahlt.

Die Kernpunkte:
  • Morgan Stanley hebt Kursziel auf 250 US-Dollar
  • Neue Chefs für zwei Kernsparten
  • RBC senkt Ziel auf 293 US-Dollar
  • Honeywell Aerospace zahlt 2,04 Millionen US-Dollar

Inmitten einer Phase personeller und struktureller Weichenstellungen erfährt die Aktie von Honeywell International neue Aufmerksamkeit durch Analysten. Am Montag passte das Analysehaus Morgan Stanley seine Einschätzung für den Industriekonzern an und erhöhte das Kursziel für die Papiere von bisher 245 auf nun 250 US-Dollar.

Die Einstufung beließen die Experten dabei auf „Equal Weight“. Diese Anpassung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen signifikante Veränderungen in der Führungsebene der verbleibenden Kernsparten vorbereitet.

Neubesetzungen in den Kernsegmenten

Zum 1. Oktober wird Honeywell Technologies eine neue Führungsstruktur in zwei seiner wichtigsten Geschäftsbereiche implementieren. Wie das Unternehmen bestätigte, übernimmt Billal Hammoud die Position des President und CEO für den Bereich Process Technology.

Zeitgleich wird Juan Picon als President und CEO die Leitung der Sparte Building Automation übernehmen. Diese Personalentscheidungen markieren einen wichtigen Schritt in der operativen Fortführung nach der strategischen Aufspaltung des Konzerns.

Flankiert werden diese internen Wechsel von Abgängen in der Führungsebene. Medienberichten zufolge verlässt Ken West, der zuvor als potenzieller Kandidat für höhere Führungsaufgaben bei Honeywell galt, das Unternehmen. Er wird im Laufe des Septembers als Chief Operating Officer zum Branchenakteur QXO wechseln.

Die Neubesetzungen bei Honeywell sollen sicherstellen, dass die Segmente für Prozesstechnologie und Gebäudeautomatisierung unter eigenständiger Führung ihre Wachstumsziele verfolgen können.

Uneinheitliche Analystenstimmen

Das Bild der Analystenbewertungen für Honeywell International zeigt sich derzeit zweigeteilt. Während Morgan Stanley am Montag das Kursziel moderat nach oben schraubte, nahmen andere Experten bereits zuvor Anpassungen vor.

Am 18. August reduzierte RBC Capital Markets das Kursziel für Honeywell von 298 auf 293 US-Dollar, behielt jedoch die Einstufung „Outperform“ bei. Diese unterschiedlichen Zielmarken verdeutlichen die aktuell variierenden Erwartungen an die Dynamik des Konzerns nach der Abspaltung der Luftfahrtsparte.

Für Anleger stehen in den kommenden Tagen wichtige Termine an, an denen das Management die künftige Strategie weiter präzisieren dürfte. Honeywell hat die Teilnahme an mehreren Investorenkonferenzen im September bestätigt. Dazu gehören die Jefferies Industrials am 9. September, die Global Industrials von Vertical Research Partners am 10. September sowie die Morgan Stanley Laguna Konferenz am 15. September.

Folgen der Aufspaltung und rechtliche Altlasten

Die strategische Abspaltung von Honeywell Aerospace, die bereits vor über einem Monat vollzogen wurde, prägt weiterhin das Marktumfeld. Das nun eigenständige Unternehmen Honeywell Aerospace Inc. (HONA) sieht sich derzeit mit rechtlichen Konsequenzen aus der Zeit vor der Trennung konfrontiert. Medienberichten zufolge stimmte Honeywell Aerospace gestern einer Zahlung von 2,04 Millionen US-Dollar zu, um Vorwürfe des US-Justizministeriums beizulegen.

Hintergrund des Vergleichs sind mutmaßliche Versäumnisse bei der Einhaltung von Cybersicherheitsstandards im Rahmen von Verträgen mit dem Verteidigungsministerium in den Jahren 2020 bis 2023. Konkret ging es dabei um die Nichterfüllung der NIST-Anforderungen sowie ungenaue Zahlungsanforderungen.

Marktbeobachter werten diesen Vergleich als eine regulatorische Belastung, die das Aerospace-Geschäft auch nach dem Spin-off noch einholt. Für die Muttergesellschaft Honeywell International bleibt der Fokus derweil auf der Stabilisierung der verbleibenden Industriesparten unter der neuen Führung ab Oktober.

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