Honeywell Aktie: Neustart mit höherer Prognose
Honeywell Technologies hebt nach der Dreiteilung die Gewinnprognose an, senkt aber die Umsatzerwartung für 2026 leicht.

- Gewinnprognose für 2026 angehoben
- Umsatzerwartung leicht gesenkt
- Quartalsumsatz wächst um drei Prozent
- Aktie reagiert vorbörslich mit Plus
Honeywell hat sich neu erfunden – und legt gleich die erste Bilanz als schlankerer Konzern vor. Nach der Aufspaltung in drei eigenständige Unternehmen meldet sich Honeywell Technologies mit angehobenen Gewinnzielen zu Wort, auch wenn die Umsatzprognose etwas niedriger ausfällt als zuvor gedacht.
Dreiteilung abgeschlossen, neuer Fokus
Ende Juni hatte Honeywell seine Luftfahrtsparte als Honeywell Aerospace an die Börse gebracht. Die Werkstoffsparte war bereits zuvor als Solstice Advanced Materials verselbstständigt worden. Übrig bleibt Honeywell Technologies als reiner Automatisierungsspezialist mit Fokus auf Industrie-, Prozess- und Gebäudetechnik.
Für 2026 rechnet der Konzern nun mit einem Umsatz zwischen 19,8 und 20 Milliarden Dollar, umgerechnet etwa 17,4 bis 17,5 Milliarden Euro. Das liegt leicht unter der bisherigen Zielspanne. Beim bereinigten Gewinn je Aktie zeigt sich das Bild umgekehrt: Hier peilt Honeywell nun 8,05 bis 8,35 Dollar an – mehr als zuletzt in Aussicht gestellt. Binnen drei Jahren soll der bereinigte Gewinn je Aktie auf rund 12 Dollar klettern.
Im zweiten Quartal erzielte die verbliebene Sparte ohne die Luftfahrtaktivitäten einen Umsatz von 5,2 Milliarden Dollar, ein Plus von rund drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um ein Zehntel auf 1,95 Dollar.
Markt reagiert positiv
Die Aktie honorierte die frischen Zahlen vorbörslich mit einem Anstieg von 1,3 Prozent auf 236,01 Dollar. Damit fällt die Reaktion moderat aus, passend zu einem Zahlenwerk, das keine großen Überraschungen liefert, aber die Richtung nach der Neuaufstellung bestätigt.
Der Konzern hatte bereits im vergangenen Monat Wachstumsfelder wie Rechenzentren, Halbleiter, Flüssigerdgas, Netzinfrastruktur, Life Sciences und Gesundheitswesen als Hebel für organisches Wachstum benannt. Wie sich diese Strategie in den kommenden Quartalen als eigenständiges Automatisierungsunternehmen niederschlägt, dürfte die nächsten Berichte prägen – die aktuellen Zahlen liefern dafür die erste Referenzgröße nach der Dreiteilung.
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