Honeywell Aktie: Q2-Zahlen am 23. Juli erwartet

Honeywell übertrifft mit eigener EPS-Prognose den Marktkonsens und treibt autonome Flugtechnik voran.

Die Kernpunkte:
  • Eigene Gewinnprognose über Analystenerwartungen
  • Neuer Vertriebspartner für APU-Ersatzteile
  • Kooperation für autonome eVTOL-Flugzeuge
  • Indische Tochter kündigt Schlussdividende an

Juli 2026. Vor Handelsbeginn an der NASDAQ wird der US-Industriekonzern seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorlegen. Während der Markt die finanziellen Kennzahlen abwartet, untermauert das Unternehmen seine Position im Luftfahrtsektor durch neue Vertriebspartnerschaften und technologische Kooperationen im Bereich des autonomen Fliegens.

Erwartungen an das zweite Quartal und Jahresprognose

Für das abgelaufene Jahresviertel rechnen Analysten laut MarketBeat im Durchschnitt mit einem Gewinn je Aktie (EPS) von 1,79 US-Dollar bei einem Umsatzvolumen von 9,5035 Milliarden US-Dollar. Die eigene Prognose des Managements für das zweite Quartal liegt mit einer Spanne zwischen 2,35 und 2,45 US-Dollar je Aktie deutlich über diesem Marktkonsens. Honeywell blickt dabei auf ein solides Auftaktquartal zurück: Im ersten Quartal 2026 konnte das Unternehmen einen Gewinn von 2,45 US-Dollar je Aktie ausweisen und damit die Erwartungen von 2,32 US-Dollar übertreffen. Der damals gemeldete Umsatz stieg im Jahresvergleich um 2,4 Prozent auf 9,14 Milliarden US-Dollar.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 hält der Konzern an seiner Zielsetzung fest und strebt ein EPS zwischen 10,35 und 10,65 US-Dollar an. Am Aktienmarkt notiert der Wert laut Analystenschätzungen mit einem Konsens-Kursziel von 257,79 US-Dollar, während das Papier am Berichtstag bei 222,84 US-Dollar in den Handel startete. Die Quartalsdividende beläuft sich derzeit auf 1,19 US-Dollar. Ein markantes Signal lieferte zudem die Entwicklung der Leerverkaufspositionen: Laut MarketBeat fiel das Short Interest bis Ende Juni deutlich um 39,9 Prozent auf 11,62 Millionen Aktien, was etwa 3,7 Prozent des Streubesitzes entspricht.

Expansion im Aftermarket und autonome Flugsysteme

Parallel zur Vorbereitung auf die Quartalszahlen meldet die Luftfahrtsparte Honeywell Aerospace wichtige Fortschritte im operativen Geschäft. Wie TAT Technologies bekannt gab, wird das Unternehmen der alleinige globale Vertriebshändler für Ersatzteile der Honeywell-Hilfstriebwerke (APU) der Typen 331-200 und 331-250. In diesem Zuge wurden die bestehenden Wartungs-, Reparatur- und Überholungslizenzen (MRO) bis zum Jahr 2036 verlängert. Brandie Maxwell von Honeywell betonte im Rahmen der Bekanntgabe die Bedeutung dieser langfristigen Zusammenarbeit für die globale Versorgungskette.

Zusätzliche Dynamik verspricht eine neue Partnerschaft mit Vertical Aerospace und Near Earth Autonomy. Die Unternehmen unterzeichneten eine Absichtserklärung (MoU), um das eVTOL-Flugzeug „Valo“ mit autonomen Flugfähigkeiten auszustatten. Kernstück dieser Integration ist das Honeywell Anthem Avionik-System, das mit der Sensortechnologie von Near Earth kombiniert wird. Zielmärkte für diese Technologie sind sowohl zivile als auch militärische Einsätze. Laut Reuters verwies Stuart Simpson, CEO von Vertical Aerospace, darauf, dass insbesondere der Verteidigungssektor einen strategisch wichtigen Markt darstelle. Die geplante hybridelektrische Variante des Valo-Flugzeugs soll eine Reichweite von 1.000 Meilen bei einer Nutzlast von 1.100 Kilogramm erreichen.

Fokus auf den indischen Markt

Auch bei den internationalen Tochtergesellschaften gibt es Neuigkeiten für die Aktionäre. Honeywell Automation India kündigte laut Berichten von Moneycontrol eine Schlussdividende von 110 indischen Rupien pro Aktie für das Geschäftsjahr 2026 an. Als Ex-Tag für diese Ausschüttung wurde der 17. Juli 2026 festgelegt. Das Unternehmen wies für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Umsatz von 4.681 Crore Rupien aus, was einer Steigerung von 11,74 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Nettogewinn belief sich dabei auf 525 Crore Rupien bei einem Gewinn je Aktie von 593,81 Rupien. Das Unternehmen gilt laut Finanzberichten als schuldenfrei.

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