Hormel Foods Aktie: SPAM Hot Honey startet im Handel
Hormel Foods erweitert sein SPAM-Angebot, hebt die Gewinnspanne an und kämpft zugleich mit sinkenden Absatzmengen im Einzelhandel.

- Neue SPAM-Variante mit süß-scharfer Note
- Einzelhandel verliert, Foodservice wächst weiter
- Gewinnziel auf 1,45 bis 1,51 Dollar angehoben
- Aktie schließt bei 18,10 Euro
Mit neuen Produktvarianten versucht der US-Lebensmittelhersteller Hormel Foods, dem schleppenden Absatz im Supermarktregal zu begegnen. Am Dienstag stellte der Konzern aus Austin im Bundesstaat Minnesota mit SPAM Hot Honey eine neue dauerhafte Geschmackssorte seines bekanntesten Dosenfleischprodukts vor.
Flankiert wird der Verkaufsstart durch eine kulinarische Kooperation mit der New Yorker Bäckerei Win-Son. Das Unternehmen reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach süß-scharfen Geschmackskombinationen im Snack- und Fertiggerichtesektor.
Gespaltene Segmente und sinkende Profitabilität
Hinter dem Innovationsschub steht ein spürbarer Handlungsbedarf im Kerngeschäft. Vor allem im Lebensmitteleinzelhandel halten sich die Verbraucher merklich zurück, während gestiegene Kosten die Profitabilität belasten. Zudem sank das durchschnittliche Absatzvolumen im Verlauf mehrerer Quartale um 3,2 Prozent.
Die Entwicklung innerhalb der Geschäftssegmente verläuft dabei zweigeteilt. Während das an Restaurants und Großküchen gerichtete Foodservice-Geschäft seit vielen Quartalen kontinuierlich wächst, verliert die klassische Endkundensparte an Boden. Um die finanzielle Steuerung und die Rechnungslegung in diesem anspruchsvollen Marktumfeld zu stärken, berief das Unternehmen mit Paul Kuehneman einen neuen Chief Accounting Officer.
Angehobene Gewinnprognose und hohe Dividende
Trotz der anhaltenden Schwäche im Supermarktregal zeigte sich die Unternehmensführung für das laufende Geschäftsjahr zuletzt etwas zuversichtlicher. Die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie wurde auf eine Spanne von 1,45 bis 1,51 US-Dollar heraufgesetzt. Gleichzeitig verbesserte sich die finanzielle Liquidität: Zum dritten Quartal belief sich der Barmittelbestand auf 840 Millionen US-Dollar.
Das solide Finanzpolster stützt zugleich eines der wichtigsten Argumente für langfristig orientierte Investoren. Hormel Foods gehört zu den wenigen Unternehmen an den US-Börsen, die ihre Ausschüttungen über Jahrzehnte hinweg aufrechterhalten haben.
Anhaltender Abwärtsdruck an den Börsen
An den Kapitalmärkten dominieren dennoch vorerst die Sorgen über die Margenentwicklung und die Konsumzurückhaltung. Im gestrigen Handel schloss das Papier bei 18,10 Euro.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 23,39 Euro notiert der Kurs damit weit entfernt. Für eine nachhaltige Trendwende wird entscheidend sein, ob die neuen Produktinitiativen auch im margenstärkeren Einzelhandel wieder für echte Volumenzuwächse sorgen können.
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