Howmet Aerospace Aktie: Citigroup hält dagegen!
Citigroup hält an der Kaufempfehlung fest; mögliche höhere Gewinnannahmen bleiben bis zur Quartalsvorlage unbestätigt.

- Citigroup bekräftigt ihre Kaufempfehlung
- Höhere Gewinnschätzungen nach Quartalszahlen möglich
- Howmet veröffentlicht Zahlen am 29. Oktober
- Konkurrenzsorgen belegen keine Geschäftseinbußen
Bei Howmet Aerospace treffen Sorgen um künftige Konkurrenz auf die Aussicht auf höhere Gewinnschätzungen. Citigroup bestätigte gestern ihre Kaufempfehlung und verwies auf mögliche Aufwärtsrevisionen nach den Ergebnissen des dritten Quartals 2026. Damit setzt das Analysehaus einen positiven Gegenakzent zum Verkaufsdruck. Die Einschätzung ist allerdings eine Erwartung – noch kein Beleg für bessere Geschäftszahlen.
Citigroup setzt auf höhere Schätzungen
Die Argumentation von Citigroup richtet den Blick auf die Gewinnannahmen der Analysten. Nach Einschätzung des Hauses könnten diese nach der Ergebnisvorlage steigen. Eine solche Anpassung würde die erwartete Ertragsentwicklung günstiger erscheinen lassen.
Howmet Aerospace will die Quartalszahlen am 29. Oktober veröffentlichen. Die Telefonkonferenz mit Webcast ist für 10:00 Uhr ET angekündigt. Für Anleger steht damit ein konkreter Termin bevor, an dem sich die optimistische Einschätzung überprüfen lässt.
Entscheidend ist die Trennung zwischen Aussicht und Bestätigung: Citigroup nennt Potenzial für steigende Schätzungen. Daraus folgt weder eine bereits erfolgte Prognoseanhebung noch eine bestätigte Verbesserung der Geschäftsentwicklung.
Wettbewerbsbedenken sind noch keine Geschäftseinbußen
Am 22. Oktober gerieten die Aktien im Zuge breiter Verkäufe bei Luftfahrtzulieferern deutlich unter Druck. Medienberichten zufolge spielten außerdem der Risikoabbau vor den Quartalszahlen und Wettbewerbsbedenken eine Rolle. Ein einzelner unternehmensspezifischer negativer Auslöser wurde für diesen Tag nicht genannt.
Im Mittelpunkt der Konkurrenzsorgen standen SpaceX und GE Aerospace. SpaceX hatte Pläne für einen eigenen Turbinenschaufelguss genannt. Hinzu kam die Übernahme des Gusszulieferers CPP durch GE Aerospace.
Diese Entwicklungen erklären die skeptische Stimmung, belegen aber für sich genommen keine konkreten Auftrags- oder Ergebniseinbußen bei Howmet. Für die Einordnung ist diese Unterscheidung wesentlich: Ein angekündigter Aufbau eigener Fertigung ist nicht mit bereits wirksamem Wettbewerbsdruck gleichzusetzen.
Betriebszwischenfall mit begrenzter Erwartung
Daneben gab es am 21. Oktober einen Zwischenfall am Standort Cuyahoga Heights. Ein Auftragnehmer setzte beim Einsammeln verbrauchter Salpetersäure versehentlich eine Gaswolke frei. Der betroffene Bereich wurde evakuiert; mehrere Menschen erhielten vor Ort medizinische Hilfe.
Ein Unternehmenssprecher erklärte, er erwarte keine Produktionsauswirkungen über diesen Tag hinaus. Das war eine Einschätzung und keine abschließende Bestätigung des Produktionsverlaufs.
Damit stehen für Anleger unterschiedliche Risiken nebeneinander: ein konkreter Betriebszwischenfall mit begrenzter erwarteter Produktionswirkung und strategische Konkurrenzsorgen. Die anstehende Ergebnisvorlage muss zeigen, ob die von Citigroup erwartete Grundlage für höhere Gewinnschätzungen tatsächlich entsteht.
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