HPE: 256 GPUs in neuen AI-Factory-Systemen

HPE erweitert KI-Rechenzentren massiv und steigert Umsatz um 40 Prozent. Die Aktie verzeichnet starke Gewinne, während ein Manager Anteile verkauft.

Die Kernpunkte:
  • KI-Systeme mit bis zu 256 GPUs
  • Umsatzsprung von 40 Prozent
  • Aktie seit Jahresbeginn verdoppelt
  • Vizepräsident verkauft Aktienpaket

Hewlett Packard Enterprise (HPE) schaltet im Rennen um die Vorherrschaft bei KI-Infrastruktur einen Gang höher. Der Konzern baut seine Kapazitäten für künstliche Intelligenz massiv aus. Anleger honorieren die technologische Offensive.

Ausbau der Rechenleistung

Die sogenannten „AI Factory“-Systeme erhalten ein signifikantes Upgrade. Künftig unterstützen die Plattformen Konfigurationen mit bis zu 256 Grafikprozessoren (GPUs). Zuvor lag die Grenze bei lediglich 64 Einheiten.

Das Unternehmen setzt dabei verstärkt auf die Kooperation mit Nvidia. Die neuen ProLiant-Server nutzen Nvidia-Vera-Prozessoren und spezialisierte Software-Lösungen. Die neue Alletra-Storage-Technologie soll parallel dazu die Datenverarbeitung optimieren. HPE plant, diese schlüsselfertigen Systeme in den kommenden Quartalen auszuliefern.

Wachstum durch Flüssigkeitskühlung

Diese Strategie zahlt sich finanziell aus. Im zweiten Quartal 2026 steigerte HPE den Umsatz um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein wichtiger Faktor ist die Architektur zur Flüssigkeitskühlung. Diese Technik ist notwendig, um die enorme Hitze moderner KI-Chips effizient abzuführen. Viele Wettbewerber kämpfen noch mit der Skalierung solcher Lösungen.

Kursrally und Insider-Verkäufe

An der Börse löste die Entwicklung eine Rally aus. Die Aktie legte seit Jahresbeginn um rund 110 Prozent zu. Aktuell kostet ein Anteilsschein 43,42 Euro. Damit notiert das Papier jedoch weiterhin deutlich unter dem Juni-Hoch von 55,20 Euro.

Eine Führungskraft nutzte die Kursstärke für einen Teilverkauf. Senior Vice President Kirt Karros veräußerte im Juni Aktien für rund 911.000 US-Dollar. Der Verkauf erfolgte über einen vorab festgelegten Handelsplan.

Abseits der Aktienverkäufe bleibt die Dividendenpolitik konstant. Die Ausschüttung beträgt weiterhin 0,1425 US-Dollar pro Quartal. Anleger blicken nun auf den September. Dann präsentiert der Vorstand die nächsten Quartalsergebnisse. Bis dahin bleibt die Umsetzung der KI-Strategie der wichtigste Indikator für die weitere Kursentwicklung.

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