HPE: 6 Milliarden Dollar KI-Auftragsbestand
Institutionelle Anleger stocken bei Hewlett Packard Enterprise auf. KI-Auftragsbestand von sechs Milliarden Dollar und übertroffene Quartalserwartungen stützen die positive Analysteneinschätzung.

- Neue Großbeteiligungen von SEB und AIA
- Umsatzsprung um 40 Prozent im Quartal
- KI-Auftragsbestand erreicht sechs Milliarden
- Analysten sehen Kurspotenzial bis 75 Dollar
Institutionelle Anleger verstärken ihr Engagement bei Hewlett Packard Enterprise (HPE) deutlich. Wie aus aktuellen Finanzberichten hervorgeht, hat SEB Asset Management im ersten Quartal 2026 eine neue Beteiligung in Höhe von rund 25,95 Millionen US-Dollar aufgebaut, was einem Besitz von über einer Million Aktien entspricht. Auch die AIA Group Ltd erwarb neue Anteile im Wert von etwa 1,48 Millionen US-Dollar. Diese Zuflüsse unterstreichen das wachsende Vertrauen in die langfristige Strategie des Unternehmens, während der Anteil institutioneller Eigner insgesamt bei rund 80,78 Prozent liegt. Demgegenüber stehen geringfügige Verkäufe durch den Pensionsfonds CalPERS, der seine Beteiligung im gleichen Zeitraum um 2,3 Prozent reduzierte.
Starke Quartalszahlen und optimistischer Ausblick
Hintergrund des Interesses ist eine robuste Geschäftsentwicklung. Im zweiten Quartal 2026 meldete HPE einen Umsatzsprung auf 10,68 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das Unternehmen übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit 9,78 Milliarden US-Dollar gerechnet hatten. Auch beim Gewinn je Aktie (EPS) lieferte HPE mit 0,79 US-Dollar deutlich mehr ab als die prognostizierten 0,54 US-Dollar.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 hat das Management die Prognose konkretisiert und erwartet nun ein EPS zwischen 3,35 und 3,45 US-Dollar. Für das laufende dritte Quartal wird ein Wert zwischen 0,88 und 0,93 US-Dollar angestrebt. Die Integration von Juniper Networks zeigt ebenfalls Wirkung: In diesem Segment konnte der Umsatz durch die Übernahme um 148 Prozent im Jahresvergleich gesteigert werden, was vor allem das Netzwerkgeschäft stärkt.
KI-Auftragsbestand erreicht Milliardenhöhe
Besondere Aufmerksamkeit widmet der Markt dem Bereich der Künstlichen Intelligenz. HPE verzeichnete zum Ende des zweiten Quartals einen Auftragsbestand für KI-Server in Höhe von 6 Milliarden US-Dollar. Rund 60 Prozent dieser Aufträge stammen von staatlichen Institutionen und Unternehmenskunden. Microsoft-CEO Satya Nadella betonte in diesem Zusammenhang die strategische Bedeutung für Unternehmen, KI-Anwendungen innerhalb ihrer eigenen Infrastrukturen zu betreiben, um sensible Daten zu schützen – ein Trend, von dem HPE mit seinem spezialisierten Angebot für Rechenzentren profitiert.
Zuletzt notierte die Aktie bei 39,55 €, was einem leichten Tagesrückgang von 0,63 % entspricht. Trotz kurzfristiger Schwankungen im Technologiesektor weist der Wert seit Jahresbeginn eine kräftige Performance von 91,76 % auf.
Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial
Das Echo der Analysehäuser bleibt überwiegend positiv. Die Experten von JPMorgan bewerten die Aktie weiterhin mit „Overweight“ und rufen ein Kursziel von 68 US-Dollar auf, gestützt durch die robuste Nachfrage im KI-Sektor. Loop Capital geht sogar noch weiter und erhöhte die Einstufung auf „Buy“ mit einem Ziel von 75 US-Dollar.
UBS sieht den fairen Wert bei 65 US-Dollar und stuft das Papier als „Neutral“ ein. Im Konsens ergibt sich für Hewlett Packard Enterprise ein durchschnittliches Kursziel von 64,65 US-Dollar. Neben dem Wachstumspotenzial setzt das Unternehmen auf eine konstante Dividendenpolitik und schüttet vierteljährlich 0,1425 US-Dollar je Aktie aus, was zuletzt einer Rendite von etwa 1,3 Prozent entsprach. Während Insiderverkäufe durch Mitglieder der Geschäftsführung, darunter CFO Marie Myers, in den vergangenen Monaten für Gesprächsstoff sorgten, bleibt die fundamentale Einschätzung der Analysten durch die hohen Auftragsbestände stabil.
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