Hua Hong Semiconductor Aktie: 9,15 Prozent Minus auf 19,35 Euro

Die Aktie von Hua Hong Semiconductor fällt nach einem Rekordhoch um über neun Prozent. Grund sind Sorgen um ein Überangebot an KI-Kapazitäten.

Die Kernpunkte:
  • Kursrutsch um über neun Prozent
  • Sorgen um KI-Rechenkapazitäten
  • Umsatzwachstum von 22 Prozent
  • Neue Fabriken in Planung

Hua Hong Semiconductor erlebt einen schmerzhaften Rücksetzer. Erst am Mittwoch markierte das Papier bei 24,95 Euro ein neues Jahreshoch. Jetzt ziehen sich die Anleger massiv zurück.

Die Aktie verliert heute 9,15 Prozent auf 19,35 Euro. Damit setzt sich die Abwärtsbewegung vom Donnerstag fort. Im Vergleich zum erst kürzlich erreichten Rekordstand büßte der Titel damit deutlich an Boden ein.

Grund für die Nervosität sind Berichte über ein Überangebot bei KI-Rechenkapazitäten. Ein großer Technologiekonzern plant offenbar den Verkauf überschüssiger Ressourcen. Anleger befürchten nun ein Ende des KI-Booms. In der Folge rotieren Investoren aus Tech-Werten in andere Branchen.

Parallel dazu leidet der gesamte Sektor. Auch der CSI Semiconductor Index gab von seinem Rekordniveau deutlich nach. Viele Anleger nehmen Gewinne mit, da die Aktie seit Jahresbeginn noch immer rund 110 Prozent im Plus liegt.

Die operative Entwicklung des Unternehmens zeigt indes ein anderes Bild. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 22,2 Prozent auf rund 661 Millionen US-Dollar. Die Bruttomarge verbesserte sich dabei signifikant.

Das Management forciert das Wachstum durch den Bau neuer Anlagen. Die Fabrik 9A soll bereits im dritten Quartal die volle Auslastung erreichen. Die Grundsteine für weitere Kapazitäten sind bereits gelegt.

Für die Anlage 9B wird die Ankunft der Ausrüstung Ende 2026 erwartet. Die Produktion soll dort im Folgejahr anlaufen. Ziel ist es, die steigende Nachfrage nach Spezialchips für 5G-Anwendungen zu bedienen.

Für das laufende zweite Quartal bleibt der Vorstand optimistisch. Er erwartet einen Umsatz zwischen 690 und 700 Millionen US-Dollar. Die Bruttomarge soll weiter auf bis zu 16 Prozent steigen.

Analysten werten den aktuellen Kursrutsch als technische Korrektur. Die langfristigen Aussichten bleiben durch den Trend zum heimischen Chip-Ersatz in China stabil. Obendrein operiert das Unternehmen seit Juni unter dem neuen Namen Hua Hong Grace.

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