Hugo Boss vertröstet den Markt

Das Update von Hugo Boss für das laufende Geschäftsjahr kommt am Markt nicht sonderlich gut an. Denn der Modekonzern stellt die Rückkehr zu einem echten Wachstum erst für voraussichtlich 2018 in Aussicht. Wobei schon hier die Wortwahl darauf hinweist, dass sich das Unternehmen auch dessen nicht sicher ist.

© Wegavision
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Bereits seit geraumer Zeit hat Hugo Boss mit erheblichen Einbußen im Geschäft zu kämpfen. Das hatte schon zur Implementierung eines Restrukturierungsprogramms geführt. Dies umfasst in diesem Jahr insgesamt Kosteneinsparungen von rund 65 Millionen € sowie die Schließung von verlustträchtigen Filialen. Dazu gehören letztlich dann auch die von Hugo Boss angekündigte Anpassung der Vertriebsstruktur im amerikanischen Markt sowie deutliche Preissenkungen in China.

Maue Aussichten für dieses Jahr

Trotz dieser Maßnahmen rechnet Hugo Boss damit, dass der Umsatz in diesem Jahr währungsbereinigt maximal stagnieren oder bis um 3 % zurückgehen dürfte. Beim bereinigten EBIT da rechnet das Unternehmen mit Rückgängen zwischen 17 und 23 %.

Um dem entgegen zu steuern, will man sich zukünftig ganz auf die beiden Hausmarkenboss und Hugo fokussieren. Dazu gehört auch, dass man die Preise weltweit anpassen will. Die bisherige Vertriebsstruktur mit eigenem Filialgeschäft, Großhandel und Online-Angeboten soll beibehalten werden, das Zusammenspiel der drei Bereiche aber verstärkt werden.

Kann Hugo Boss charttechnisch bestehen?

Der Markt sieht dies trotz richtiger Ansätze weiterhin kritisch. Was sich auch darin widerspiegelt, dass die Aktie im vorbörslichen Handel bereits Verluste aufzeigt. Abzuwarten wäre, ob dies auch charttechnisch größeren Einfluss entfaltet. Denn der Wert ist derzeit an einer wichtigen Widerstandszone im Bereich zwischen 60 und 62 € angestoßen und läuft Gefahr, hier wieder nach unten abzuprallen.

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