HydrogenPro: 40 Elektrolyseure in Utah am Netz

HydrogenPro schließt ACES-Projekt ab und stellt Fertigung auf Partner um. Verluste sinken, doch der Mittelabfluss bleibt eine Herausforderung.

Die Kernpunkte:
  • ACES-Anlage mit 40 Elektrolyseuren läuft
  • OEM-Deal mit LONGi für 1 GW Kapazität
  • EBITDA verbessert sich auf minus 32 Mio. Kronen
  • Energieverbrauch auf 4,4 kWh gesenkt

HydrogenPro hat im ersten Quartal einen operativen Meilenstein erreicht. Das norwegische Unternehmen bringt sein bislang größtes Projekt ans Netz und baut sein Fertigungsmodell um. Der Kern: weniger eigene Fabriklast, mehr Skalierung über Partner.

ACES läuft vollständig

Beim ACES-Projekt im US-Bundesstaat Utah laufen nun alle 40 Elektrolyseure. Die 220-Megawatt-Anlage zählt zu den größten druckalkalischen Einsätzen weltweit. Ein zehnjähriger Servicevertrag sichert dem Unternehmen wiederkehrende Erlöse aus dem Projekt.

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Das ist mehr als eine Referenz. HydrogenPro zeigt damit, dass die eigene Technik in Nordamerika im großen Maßstab funktioniert. Gerade in einem Markt mit vielen Verzögerungen zählt Ausführung inzwischen fast mehr als Ankündigung.

LONGi verändert das Fertigungsmodell

Parallel zur Inbetriebnahme hat HydrogenPro eine strategische OEM-Partnerschaft mit LONGi formalisiert. Dadurch erhält das Unternehmen Zugriff auf 1 Gigawatt Fertigungskapazität für Elektrolyseur-Komponenten und Gasabscheideeinheiten. Die eigene Anlage in Tianjin wird eingemottet.

Die Logik dahinter ist klar. HydrogenPro will wachsen, ohne selbst hohe Kapitalbeträge in chinesische Produktionskapazitäten zu binden. Das Modell wird schlanker und flexibler. Die Folge: Das Unternehmen kann Aufträge theoretisch schneller bedienen, muss aber stärker auf Partnerqualität und Lieferketten setzen.

Verluste sinken, Cashburn bleibt Thema

Finanziell bleibt das Bild gemischt. Der Umsatz lag im ersten Quartal 2026 bei 16 Millionen norwegischen Kronen, nach 17 Millionen Kronen im Vorquartal. Das Geschäft tritt damit auf niedrigem Niveau auf der Stelle.

Beim Ergebnis gab es Fortschritte. Das EBITDA verbesserte sich auf minus 32 Millionen norwegische Kronen, nach minus 49 Millionen Kronen im Vorquartal. Die Bruttomarge lag bei 62 Prozent.

Trotzdem bleibt der Mittelabfluss ein Thema. Der Verwaltungsrat startete eine strategische Prüfung, während HydrogenPro den Umbau zum Asset-Light-Modell vorantreibt. Das dürfte spannend werden, weil operative Fortschritte nun schneller in belastbare Aufträge münden müssen.

Auch technisch meldet das Unternehmen Fortschritte. Verbesserungen an Stack-Design und Elektroden senkten den Energieverbrauch auf 4,4 kWh je Normkubikmeter. Geringeres Gewicht, weniger Nebenströme und höhere Haltbarkeit sollen die Kostenposition stärken.

Pipeline trifft auf langsamen Markt

Die Projektpipeline hat Gewicht. Rund 1 Milliarde norwegische Kronen an Vorhaben soll in den Jahren 2026 und 2027 finale Investitionsentscheidungen erreichen. Vertragsgespräche laufen in Europa, Indien sowie der MENA-Region.

In Europa verschieben sich viele größere Projekte weiter nach hinten. In Indien baut HydrogenPro mit Thermax eine Pipeline auf. In Nordafrika laufen ebenfalls Projekte mit höherem Potenzial.

Der Sektor bleibt schwierig. Weltweit verzögerten sich rund 90 Prozent der Wasserstoffprojekte, die für 2023 und 2024 geplant waren, um mindestens ein Jahr. Das erklärt, warum Umsatz und Auftragseingang bei vielen Anbietern hinter den langfristigen Erwartungen zurückbleiben.

Der Markt wächst dennoch. Die installierte Elektrolyseur-Kapazität stieg von 0,5 Gigawatt im Jahr 2021 auf 7,9 Gigawatt. Die EU stellt fast 1 Milliarde Euro für 15 Projekte zur Produktion von erneuerbarem Wasserstoff bereit.

In den USA stützen verlängerte Steuergutschriften die Nachfrage. Für HydrogenPro ist das nach der ACES-Lieferung direkt relevant. Bis 2027 braucht das Unternehmen nun Investitionsentscheidungen aus der Pipeline, damit aus dem operativen Meilenstein ein tragfähiger Wachstumspfad wird.

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