Hyundai und Kia peilen Erholung in 2017 an

Die beiden VW-Konkurrenten Hyundai und Kia peilen für das Jahr 2017 den Verkauf von 8,25 Mio. Autos an. Dies ist eine Steigerung der weltweiten Auslieferungen von rund 5 % gegenüber dem Vorjahr. Die Hoffnungen beider Firmen ruhen dabei auf Luxuslimousinen und umweltfreundlichen Autos.

Die Hyundai-Motor-Gruppe ist der fünftgrößer Autokonzern der Welt und setzt trotz eines härteren weltweiten Wettbewerbs ihr gemeinsames Absatzziel für 2017 herauf. Im Jahr 2016 blieb der Absatz unter der 8-Mio.-Schwelle und die eigenen Erwartungen wurden damit das zweite Jahr hintereinander verfehlt. Es gab erstmals seit 18 Jahren ein Minus von ca. 2 %.

Neues Jahresziel entspricht Anstieg von 1,5 %

Das neue Jahresziel entspricht im Vergleich zur Prognose für 2016 nur einem leichten Anstieg um 1,5 %. Es liegt aber deutlich über den 7,88 Mio. verkauften Autos aus 2016. Dies geht aus einer Börsenmitteilung beider Firmen und der Neujahrsansprache des Konzernchefs Chung Mong Koo am Montag hervor.

Chung warnte, dass sich die Auto-Industrie auf größere Unwägbarkeiten einstellen müsse: "Die Unsicherheit wächst so sehr wie nie zuvor." Es gebe einen „zunehmenden Handelsprotektionismus und einen wachsenden globalen Wettbewerb“. Zudem dürfte sich die Schwäche der Weltwirtschaft fortsetzen.

Größere Produktpalette bis 2020

Beide Unternehmen setzen für die kommenden Jahre unter anderem auf eine größere Palette von sportlichen Geländewagen (SUV) und umweltfreundlicheren Fahrzeugen. „Die Hyundai-Motor-Gruppe wird jedes Jahr mehr als zehn neue Modelle einführen“, sagte Chung. Allein bis 2020 sei die Einführung von 28 „umweltfreundlichen“ Modellen geplant. Zudem werde die Gruppe eine „vollständige SUV-Produktpalette mit Modellen anbieten, die auf die einzelnen Regionen zugeschnitten sind und den unterschiedlichen Kundenbedürfnissen entsprechen“.

Die Gruppe hofft auf eine Stabilisierung der Geschäfte in Russland und will mehr Autos in China und Mexiko bauen. Zudem setzt Hyundai in 2017 seine Hoffnungen auf einen erfolgreichen Start der neuen Fabrik in der chinesischen Millionenstadt Chongqing. Die Gruppe hat damit dann insgesamt 35 Produktionsanlagen in zehn Ländern weltweit.

Hyundai erwartet in diesem Jahr 5,08 Mio. und Kia 3,17 Mio. Fahrzeuge absetzen zu können. Im vergangenen Jahr ging der Absatz bei Hyundai Motor nach eigenen Angaben im Jahresvergleich um 2,1 % auf 4,86 Mio. Einheiten zurück. Im Oktober hatte der Branchenprimus aus Südkorea erklärt, als Folge wochenlanger Streikaktionen hätten 140.000 Autos nicht produziert werden können.

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