Iberdrola Aktie: 8,1-Millionen-Vertrag für East Anglia

Iberdrola stärkt Speicher und Netze, während ScottishPower einen Offshore-Auftrag vergibt und das Gin-Gin-Projekt neu abstimmt.

Die Kernpunkte:
  • Offshore-Rettungsdienst für East Anglia
  • Speicheraufträge über 25 Millionen Euro
  • Gin-Gin-Antrag in Queensland zurückgezogen
  • Iberdrola-Aktie verliert 2,0 Prozent

Heute hat die britische Konzerntochter ScottishPower Renewables einen neuen Dienstleistungsvertrag für ihre Offshore-Windprojekte vergeben. Das Unternehmen beauftragte Vroon Offshore Services mit Notfall- und Rettungsdiensten für die Großprojekte East Anglia TWO und East Anglia THREE vor der britischen Küste. Der Kontrakt besitzt ein Finanzvolumen von mehr als 8,1 Millionen Euro.

Die Vereinbarung markiert den ersten langfristigen Vertrag dieser Art im Bereich der erneuerbaren Offshore-Energien für die Tochtergesellschaft. Der Auftrag umfasst während der anstehenden Bauphase eine lückenlose 24-Stunden-Überwachung. Das Aufgabengebiet reicht von Such- und Rettungseinsätzen über die medizinische Notfallhilfe bis hin zu logistischer Unterstützung und der Überwachung von Umweltauflagen.

Milliardenprojekte und Ausbau der Infrastruktur

Die Vergabe in Großbritannien reiht sich in fortlaufende Investitionen des Konzerns in die Netzinfrastruktur und Speichertechnik ein. Bereits am 8. September hatte Iberdrola Aufträge im Gesamtwert von 25 Millionen Euro an Ingeteam vergeben. Diese umfassen Batteriespeichersysteme, die direkt an spanische Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien angebunden werden sollen.

Parallel dazu ging ein weiterer Auftrag über fast 5 Millionen Euro an den Ausrüster Ormazabal. Das Unternehmen soll zwei mobile Umspannwerke liefern, um den laufenden Betrieb der Stromnetze flexibel abzusichern. Der gezielte Ausbau von Speicherkapazitäten und mobiler Netzinfrastruktur soll Versorgungsengpässe verhindern und die Einspeisung erneuerbarer Energien stabilisieren.

Internationale Aktivitäten und Projektanpassungen

Außerhalb Europas treibt der spanische Energiekonzern seine Initiativen ebenfalls voran, passt Projekte bei Bedarf jedoch an regulatorische Vorgaben an.

Medienberichten zufolge zog Iberdrola am 10. September den Entwicklungsantrag für das Gin-Gin-Batterieprojekt im australischen Bundesstaat Queensland zurück. Das Unternehmen betonte dabei, man halte weiterhin an dem Speicherprojekt fest und stimme Genehmigungen sowie Vereinbarungen derzeit mit den lokalen Behörden und Gemeinden ab.

Gleichzeitig setzt der Konzern in Südamerika auf digitale Steuerungssysteme. Die brasilianische Tochtergesellschaft Neoenergia verstärkte am 9. September den Einsatz künstlicher Intelligenz, um die wetterbedingten Folgen des Klimaphänomens El Niño auf das Stromnetz frühzeitig zu prognostizieren und Betriebsabläufe anzupassen.

Zurückhaltung an den Aktienmärkten

An den Finanzmärkten sorgten die operativen Nachrichten zum Wochenauftakt für keine neuen Impulse. Die Aktie von Iberdrola gab heute um 2,0 Prozent auf 19,78 Euro nach und notiert damit unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 22,20 Euro.

Die Analysten von RBC hatten ihre Einstufung für den spanischen Versorger am 11. September mit „Neutral“ bestätigt.

Anzeige

Iberdrola-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Iberdrola-Analyse vom 14. September liefert die Antwort:

Die neusten Iberdrola-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Iberdrola-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Iberdrola: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Iberdrola