IBM Aktie: 12,5 Milliarden KI-Aufträge bis Ende 2025

IBM setzt mit Sicherheitsdienst Lightwell und neuen Mainframes auf KI-Infrastruktur. Der Aktienkurs legt deutlich zu.

Die Kernpunkte:
  • Aktienkurs steigt um fast zehn Prozent
  • Neuer Sicherheitsdienst Lightwell vorgestellt
  • Mainframe-Comeback mit z17-Systemen
  • Quartalszahlen am 22. Juli erwartet

Lange Zeit galt International Business Machines als Tech-Dinosaurier. Ein Relikt aus vergangenen Tagen. Die Zeiten ändern sich radikal. IBM passt sich dem neuen KI-Zeitalter nicht nur an. Der Konzern baut aktiv das Fundament für Künstliche Intelligenz in Großunternehmen. Vertrauen und extreme Leistung stehen dabei im Fokus. Dieser strategische Schwenk funktioniert. Der Markt honoriert die Entwicklung zunehmend.

Ein Blick auf den Aktienkurs bestätigt den neuen Optimismus. Am Mittwoch schloss das Papier bei 264,35 Euro. Im letzten Monat verbuchte die Aktie ein Plus von knapp zehn Prozent.

Damit notiert der Wert aktuell satte 17 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Die Analysten der Bank of America reagieren bereits. Die Experten hoben ihr Kursziel an. Sie erwarten starke Ergebnisse für das zweite Quartal. Auch eine Anhebung der Jahresprognose halten sie für möglich.

Der allgemeine Marktkonsens von rund 257 Euro hinkt dem realen Kurs hinterher. Eine Neubewertung durch weitere Analysten dürfte bald folgen.

Vertrauen als Wettbewerbsvorteil

Ein entscheidender Vorteil von IBM liegt in der Sicherheit. Der Konzern nennt das „Trust Infrastructure“. Gerade in regulierten Branchen ist die Sorge vor Datenlecks das größte Hindernis für KI-Projekte. Am 8. Juli startete IBM gemeinsam mit Red Hat einen neuen Dienst namens „Lightwell“.

Das System schließt Sicherheitslücken in Open-Source-Code völlig automatisch. Dieser Service für Programmiersprachen wie Java und Python ist kein kleines Nebenprojekt. IBM investierte rund fünf Milliarden US-Dollar in die Entwicklung. Etwa 20.000 Ingenieure arbeiten an der Lösung. Unternehmen können KI damit endlich sicher und in großem Maßstab einsetzen.

Comeback der Großrechner

Auch die alten Stärken spielen plötzlich wieder eine Hauptrolle. Die klassischen Mainframes erleben ein Comeback. Mitte August kommen die neuen Systeme z17 und LinuxONE 5 auf den Markt. Diese kompakten Server passen in die Standard-Racks normaler Rechenzentren.

Ihre Leistung ist enorm. Die neuen Maschinen verarbeiten 450 Milliarden KI-Abfragen pro Tag. Der neue z17-Prozessor schafft dabei 50 Prozent mehr KI-Operationen als sein direkter Vorgänger. Genau diese extreme Rechenpower fehlt modernen KI-Zentren oft. Platz und Strom sind absolute Mangelware. IBM liefert hier eine hochverdichtete Lösung.

Die Börse feiert diese Widerstandsfähigkeit. Seit dem 52-Wochen-Tief im Mai bei gut 181 Euro kletterte der Kurs um fast 46 Prozent nach oben.

Der wirkliche Härtetest steht nun kurz bevor. Am 22. Juli öffnet das Management die Bücher für das abgelaufene zweite Quartal. Ende 2025 lag das Auftragsvolumen im Bereich der generativen KI bei über 12,5 Milliarden US-Dollar. An diesem Tag muss das Management beweisen, wie viel von diesem enormen Auftragsbestand bereits in echtes Umsatzwachstum fließt. Bestätigen die Quartalszahlen diese Dynamik, festigt das Unternehmen seine Marktposition. Aus dem alten Tech-Dinosaurier wird dann der unverzichtbare Infrastruktur-Bauer der neuen KI-Welt.

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