IBM Aktie: Dividende und KI-Sorgen

IBM zahlt weiterhin eine historische Dividende, meldet aber starke Quartalszahlen und Rekordaufträge im KI-Bereich, während die Aktie unter Sorgen um ältere IT-Systeme leidet.

Die Kernpunkte:
  • Über 100 Jahre ununterbrochene Dividendenzahlungen
  • Solides Quartal mit Gewinnüberschuss und Softwarewachstum
  • KI-Auftragsbuch übersteigt 12,5 Milliarden US-Dollar
  • Cybersecurity-Nachfrage durch KI-Angriffe befeuert

IBM zahlt morgen seine vierteljährliche Dividende von 1,68 US-Dollar je Aktie aus – und das seit über 100 Jahren ohne Unterbrechung. Gleichzeitig steht die Aktie unter Druck: Anleger fürchten, dass neue KI-Tools das Geschäft mit älteren IT-Systemen gefährden könnten. Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt jedoch ein anderes Bild.

Dividende ohne Unterbrechung seit 1916

IBM gehört zu den S&P 500 Dividend Aristocrats – Unternehmen, die ihre Dividende mindestens 25 Jahre in Folge erhöht haben. Tatsächlich zahlt IBM seit mehr als 30 Jahren steigende Ausschüttungen und seit 1916 ununterbrochen vierteljährliche Dividenden. Die aktuelle Jahresdividende beträgt 6,72 US-Dollar je Aktie. Die jüngste Tranche wurde am 28. Januar 2026 vom Verwaltungsrat genehmigt und wird morgen an alle Aktionäre ausgezahlt, die am 10. Februar 2026 im Register standen.

Starkes Quartal und Rekord-Auftragsbuch

Die Zahlen zum vierten Quartal 2025 fielen solide aus: Mit einem Gewinn je Aktie von 4,52 US-Dollar übertraf IBM die Analystenschätzung von 4,33 US-Dollar. Die Softwaresparte legte um 14 Prozent zu, getrieben von Automation (+18 Prozent), Data (+22 Prozent) und Red Hat Hybrid Cloud (+10 Prozent). Der freie Cashflow kletterte auf 14,7 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 2 Milliarden gegenüber dem Vorjahr.

Besonders interessant: Das Auftragsbuch rund um generative KI überschritt erstmals die Marke von 12,5 Milliarden US-Dollar. Das Management rechnet für 2026 mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von über 5 Prozent, einem Softwarewachstum von rund 10 Prozent und einem freien Cashflow von etwa 15,7 Milliarden US-Dollar.

Cybersecurity-Bericht unterstreicht Nachfrage

IBM veröffentlichte diese Woche den X-Force Threat Intelligence Index 2026. Die Cybersecurity-Sparte berichtet von einem Anstieg der Angriffe auf öffentlich zugängliche Anwendungen um 44 Prozent – beschleunigt durch KI-Tools, die Schwachstellen schneller aufspüren. Die Zahl aktiver Ransomware-Gruppen stieg um 49 Prozent, Angriffe auf Lieferketten haben sich seit 2020 nahezu vervierfacht. Die Erkenntnisse unterstreichen die Nachfrage nach IBMs Sicherheitslösungen, einschließlich KI-gestützter Bedrohungserkennung.

Aktie unter Druck trotz guter Fundamentaldaten

Die Aktie verlor seit ihrem 52-Wochen-Hoch mehr als 20 Prozent und bewegt sich in einer Spanne zwischen 214,50 und 324,90 US-Dollar. Auslöser war eine Ankündigung des KI-Unternehmens Anthropic, das bei der Modernisierung von COBOL – einer älteren Programmiersprache – helfen will. IBM ist führend in der Pflege und Modernisierung COBOL-basierter Systeme. Anleger sorgen sich, dass neue KI-Lösungen dieses Geschäft gefährden könnten.

Software als Wachstumsmotor

Die Softwaresparte macht inzwischen rund 45 Prozent von IBMs Geschäft aus und wuchs 2025 um 9 Prozent – die höchste jährliche Wachstumsrate der Unternehmensgeschichte. Analysten, die an ihren Kurszielen festhalten, argumentieren, dass die Software- und Hybrid-Cloud-Sparte der eigentliche Wachstumstreiber ist – nicht die Beratung. Ob der Markt diese Einschätzung teilt, wird sich an den kommenden Quartalszahlen zeigen.

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