IBM Aktie: Erfreuliche Umsatzprognosen!
IBM positioniert sich mit autonomer KI und neuen Partnerschaften vor dem Quartalsbericht. Analysten erwarten beschleunigtes Softwarewachstum und haben Kursziele angehoben.

- Neue Fokussierung auf autonome KI-Agenten
- Analysten heben Kursziele für IBM an
- Wichtige Partnerschaft mit Telekom-Riese e&
- Quartalszahlen als nächster Prüfstein
IBM setzt im Vorfeld der Zahlen zum vierten Quartal klar auf sein neues KI-Profil. Statt nur von „AI“ zu sprechen, rückt der Konzern das Thema „Agentic AI“ in den Mittelpunkt – also autonome Systeme, die komplexe Geschäftsprozesse selbstständig ausführen. Analysten reagieren zunehmend positiv, während die Aktie nach einem Rücksetzer noch mit dem Umfeld hadert.
Analysten setzen auf Software-Schub
In dieser Woche hat sich die Stimmung an der Wall Street spürbar aufgehellt. Evercore ISI erhöhte das Kursziel für IBM auf 330 US‑Dollar und nahm die Aktie auf die Liste „Tactical Outperform“. Begründung: Die Software-Sparte soll 2026 wieder schneller wachsen, getragen vor allem von der zunehmenden Nutzung der watsonx-Plattform und dem dazugehörigen Beratungsgeschäft.
Auch Jefferies bleibt mit einem „Buy“-Votum optimistisch und argumentiert, der Markt unterschätze die Nachhaltigkeit der Software-Dynamik. JPMorgan hob sein Kursziel auf 312 US‑Dollar an, bleibt aber bei „Neutral“ – ein Hinweis darauf, dass nicht alle Risiken ausgeblendet werden.
Die Neubewertungen kommen nach einem Kursrückgang von 4,7 % am 20. Januar, der laut Bericht vor allem auf geopolitische Spannungen zwischen den USA und Dänemark sowie Zolldrohungen zurückgeführt wurde. Fundamentale Schwächen bei IBM wurden dabei nicht genannt. In Euro gerechnet liegt der Titel aktuell mit rund 15 % Wochenminus deutlich unter dem Niveau von vor sieben Tagen, bleibt auf Sicht von zwölf Monaten aber klar im Plus.
Agentic AI rückt ins Zentrum
Inhaltlich dreht sich bei IBM derzeit vieles um „Agentic AI“ – KI-Agenten, die nicht nur antworten, sondern eigenständig Entscheidungen treffen und Unternehmensabläufe steuern können.
Zu Wochenbeginn meldete IBM eine umfangreiche Kooperation mit e& (ehemals Etisalat Group). Ziel ist es, unternehmensweite Agenten-KI in den Telekom-Betrieb zu integrieren. Zum Einsatz kommt dabei IBM watsonx Orchestrate, das Richtlinien-, Risiko- und Compliance-Prozesse automatisieren soll. Damit bewegt sich IBM bewusst weg von einfachen Chatbots hin zu aktionsorientierten Unternehmensagenten.
Parallel dazu startete IBM das Beratungsangebot „Enterprise Advantage“. Diese asset-basierte Consulting-Lösung soll Kunden helfen, eigene KI-Plattformen zu entwickeln und zu steuern – insbesondere dort, wo autonome Agenten in großem Maßstab eingeführt werden. Ergänzend wurde eine Partnerschaft mit der Recording Academy bekanntgegeben: IBM-KI soll bei den Grammy Awards 2026 für Fan-Interaktion sorgen und so die Bandbreite der Anwendungen im Consumer-Bereich demonstrieren.
Für den Markt ist damit klarer sichtbar, wie IBM seine KI-Strategie konkret umsetzt: Kombination aus Plattform (watsonx), Consulting (Enterprise Advantage) und Leuchtturmprojekten mit großen Partnern.
Bewertung zwischen Stabilität und Wachstum
Auf Bewertungsebene steckt IBM in einem Spannungsfeld: Einerseits bietet das traditionelle Geschäft Stabilität, andererseits soll KI das Wachstum antreiben. In den vergangenen zwölf Monaten legte die Aktie um knapp 20 % zu, liegt aber rund 17 % unter ihrem 52‑Wochen-Hoch vom Januar und notiert deutlich unter dem 50‑Tage-Durchschnitt. Kurzfristig deuten die Daten damit eher auf eine Konsolidierungsphase hin als auf Überhitzung.
Mit einem Multiplikator von rund 24 auf den erwarteten freien Cashflow bewegt sich IBM über dem eigenen historischen Schnitt, ist aber günstiger als viele reine KI-Wachstumswerte. Der jüngste Rückgang auf das aktuelle Kursniveau wirkt daher wie ein Reset der Erwartungen: Im Vordergrund steht nicht mehr allgemeine KI‑Euphorie, sondern die Frage, ob IBM seine Agentic-AI-Versprechen im Tagesgeschäft einlösen kann.
Ausblick auf den 28. Januar
Der nächste zentrale Prüfstein folgt mit den Zahlen zum vierten Quartal am Mittwoch, 28. Januar 2026. Der Markt rechnet derzeit mit einem Ergebnis je Aktie von 4,33 US‑Dollar, was einem Plus von 10,5 % gegenüber dem Vorjahr entspräche. Beim Umsatz werden rund 19,2 Milliarden US‑Dollar und damit ein Zuwachs von 9,5 % erwartet.
Im Fokus stehen vor allem zwei Punkte: Erstens, ob das Consulting-Geschäft nach einer Phase der Verunsicherung wieder stabil läuft. Zweitens, ob die Software-Sparte – gestützt von Red Hat und watsonx – tatsächlich die beschleunigte Wachstumsdynamik zeigt, auf die die optimistischen Analystenkommentare bauen. Das von Evercore gesetzte Kursziel von 330 US‑Dollar impliziert aus aktueller Sicht rund 12 % Aufwärtspotenzial und erhöht damit den Druck auf das Management, mit klaren Aussagen zur weiteren KI-Strategie und zur Ergebnisentwicklung zu überzeugen.
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