IBM Aktie: Neue Sorgenfalten
IBM übertrifft Umsatz- und Gewinnerwartungen, doch die Aktie stürzt im Zuge einer breiten Verkaufswelle im Technologiesektor ab. Analysten bleiben vorsichtig optimistisch.

- Quartalsumsatz und Gewinn übertreffen Analystenschätzungen
- Software- und Infrastruktursparte verzeichnen starkes Wachstum
- Aktienkurs erleidet stärksten Tagesrückgang seit 2021
- Dividendenausschüttung setzt 110-jährige Serie fort
IBM hat Ende Januar überzeugende Quartalszahlen vorgelegt – doch die Aktie verliert dennoch deutlich an Boden. Innerhalb weniger Tage rutschte der Kurs um über 6 Prozent ab, während der gesamte Softwaresektor unter Druck gerät. Anleger sorgen sich um hohe Bewertungen und die disruptive Kraft der künstlichen Intelligenz. Was steckt hinter dem Ausverkauf?
Starkes Quartal wird ignoriert
Am 28. Januar präsentierte IBM Ergebnisse für das vierte Quartal 2025, die die Erwartungen übertrafen. Der Umsatz erreichte 19,69 Milliarden US-Dollar – deutlich über der Analystenschätzung von 19,23 Milliarden. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 4,52 US-Dollar, während die Wall Street nur 4,32 US-Dollar erwartet hatte.
Besonders die Software-Sparte glänzte: Der Bereich steigerte den Umsatz um 14 Prozent auf 9,03 Milliarden US-Dollar. Innerhalb des Segments wuchsen die Bereiche Automation um 18 Prozent und Data um 22 Prozent. Auch die Infrastruktur-Sparte legte kräftig zu – plus 21 Prozent auf 5,1 Milliarden US-Dollar. Die IBM Z Systems Mainframes verzeichneten sogar ein Wachstum von 67 Prozent im Jahresvergleich.
Für das Gesamtjahr 2025 verbuchte IBM einen Umsatz von 67,5 Milliarden US-Dollar bei einem Nettogewinn von 10,6 Milliarden. Der freie Cashflow kletterte auf 14,7 Milliarden – ein zweistelliges Plus gegenüber dem Vorjahr. Die Prognose für 2026 sieht ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von über 5 Prozent vor, der Cashflow soll um rund eine Milliarde US-Dollar steigen.
Softwaresektor im Abwärtssog
Trotz der soliden Fundamentaldaten sackte die IBM-Aktie am 4. Februar um 6,5 Prozent ab – der stärkste Tagesrückgang seit Oktober 2021. Der Grund: eine breit angelegte Verkaufswelle im Softwaresektor. Der iShares Expanded Tech-Software Sector ETF verlor am selben Tag 5,7 Prozent.
Verantwortlich für den Druck sind Sorgen über hohe Bewertungsniveaus und die Unsicherheit darüber, wie stark KI-Technologien etablierte Geschäftsmodelle im Softwarebereich erschüttern werden. Das Handelsvolumen bei IBM lag rund 128 Prozent über dem Durchschnitt – ein Zeichen für erhöhte Nervosität unter Investoren.
Analysten bleiben vorsichtig optimistisch
Nach den Quartalszahlen aktualisierten mehrere Banken ihre Kursziele. Jefferies erhöhte das Ziel auf 370 US-Dollar bei einer Kaufempfehlung. Evercore ISI setzte das Kursziel auf 345 US-Dollar („Outperform“), die Royal Bank of Canada auf 361 US-Dollar. JPMorgan Chase blieb mit „Neutral“ zurückhaltender und hob das Ziel auf 317 US-Dollar an.
Im Konsens liegt die Einstufung bei „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 330 US-Dollar. Zum Kontext: Das entspräche einem Aufwärtspotenzial von rund 14 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.
KI-Ambitionen und Dividendentreue
IBM verzeichnete im vierten Quartal ein generatives KI-Geschäft von 12,5 Milliarden US-Dollar – drei Milliarden mehr als im Vorquartal. Ab dem ersten Quartal 2026 will das Unternehmen diese Kennzahl allerdings nicht mehr separat ausweisen. CEO Arvind Krishna bekräftigte zudem Anfang Februar auf dem World Government Summit in Dubai das Ziel, bis 2029 einen Quantencomputer im großen Maßstab zu liefern.
Der Verwaltungsrat genehmigte eine Quartalsdividende von 1,68 US-Dollar je Aktie. Der Ex-Tag ist der 10. Februar, die Zahlung erfolgt am 10. März. Damit setzt IBM seine bemerkenswerte Serie von 110 aufeinanderfolgenden Jahren mit Quartalsdividenden fort.
Am 22. April folgen die Zahlen für das erste Quartal 2026. Dann wird sich zeigen, ob IBM die selbst gesteckten Wachstumsziele einlösen kann – und ob der Markt bereit ist, die Aktie wieder höher zu bewerten.
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