IBM Aktie: Quantensprung im Labor?
IBM meldet Fortschritte bei Quantenverbindungen und KI-Agenten; der Softwareausblick für das Geschäftsjahr liegt nun bei 7–8 Prozent Wachstum.

- Zwei Prozessoren mit je 120 Qubits verbunden
- Zustandsübertragung mit 99 Prozent Genauigkeit
- Neue Kontrollen für KI-Agenten vorgestellt
- Goldman Sachs hebt IBM-Kursziel auf 300 Dollar
IBM-Forscher haben am Dienstag zwei Nighthawk-Quantenprozessoren mit jeweils 120 Qubits verbunden. Nach Unternehmensangaben erreichte die Übertragung von Quantenzuständen dabei eine durchschnittliche Genauigkeit von 99 Prozent; die Arbeit liegt allerdings als wissenschaftliche Vorabveröffentlichung vor und hat noch keine unabhängige fachliche Begutachtung durchlaufen.
Für die Verbindung setzte das Forschungsteam supraleitende L-Koppler ein. Die gemeldete Genauigkeit bezieht sich auf die Übertragung von Quantenzuständen zwischen den Prozessoren, nicht auf eine allgemeine Leistungsbewertung der Systeme.
Neue Kontrollen für KI-Agenten
Neben der Quantenforschung stellte IBM am Dienstag Funktionen zur Identifizierung und Kontrolle von KI-Agenten in Unternehmenssystemen vor. Dazu gehören das Auffinden solcher Agenten, verifizierte Identitäten sowie Zugriffskontrollen und die Bewertung ihrer Leistung.
Bereits am Montag hatte IBM Agent Identity allgemein verfügbar gemacht. Das Angebot umfasst die Registrierung von Agentenidentitäten, die Übertragung von Befugnissen sowie die Durchsetzung von Regeln und Governance-Vorgaben.
Softwareausblick und höhere Kursziele
Den wirtschaftlichen Hintergrund liefert der am 21. Oktober veröffentlichte Quartalsbericht. IBM meldete für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 17,1 Milliarden $. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach das einem Wachstum von 5 Prozent.
Der operative verwässerte Gewinn je Aktie auf Nicht-GAAP-Basis stieg um 11 Prozent auf 2,95 $. Für das gesamte Geschäftsjahr hob IBM den erwarteten Software-Umsatzzuwachs auf 7–8 Prozent an. Den Ausblick für das gesamte Umsatzwachstum von 4–5 Prozent behielt das Unternehmen bei.
Medienberichten zufolge erhöhte Goldman Sachs am 22. Oktober das IBM-Kursziel von 270 $ auf 300 $ und bestätigte die Kaufempfehlung.
JPMorgan hob am 22. Oktober das Kursziel von 250 $ auf 269 $ an. Die Einstufung blieb bei „Übergewichten“.
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