IBM Aktie: Trump-Trust kaufte für 50.000 Dollar
IBM-Aktie profitiert von Trump-Äußerungen und massiven Investitionen in Open-Source-Sicherheit und Quantencomputing.

- Kursplus von 15 Prozent in einer Woche
- Trump kauft IBM-Aktien im Wert von 50.000 Dollar
- Fünf Milliarden Dollar für Open-Source-Sicherheit
- Zehn Milliarden Dollar für Quantencomputer-Projekt
Sieben Prozent Kursgewinn im vorbörslichen Handel, fast 15 Prozent in einer einzigen Woche — IBM liefert derzeit Zahlen, die man vom Technologieriesen lange nicht gesehen hat. Hinter der Bewegung steckt mehr als viraler Hype.
Trump-Lob trifft auf Retail-Euphorie
Den unmittelbaren Auslöser lieferte die Wiederverbreitung von Äußerungen Donald Trumps. Bei einem Roundtable im Weißen Haus hatte der US-Präsident IBM-Chef Arvind Krishna als „Legende“ bezeichnet und steigende Kurse vorhergesagt. In sozialen Netzwerken griffen diese Aussagen Ende Mai viral um sich.
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Zusätzlichen Schub gab eine Pflichtmitteilung: Filings beim Office of Government Ethics zeigen, dass Trumps Trust im ersten Quartal 2026 IBM-Aktien im Wert von bis zu 50.000 Dollar kaufte. Das Nachrichtenvolumen auf Retail-Foren stieg daraufhin innerhalb von 24 Stunden um 25 Prozent.
Fünf Milliarden für Open-Source-Sicherheit
Der Hype trifft auf handfeste Substanz. IBM und seine Tochter Red Hat haben Ende Mai das Programm „Project Lightwell“ gestartet — eine Initiative mit einem Volumen von fünf Milliarden Dollar. Das Ziel: Open-Source-Software gegen KI-gestützte Cyberangriffe absichern.
Mehr als 20.000 Ingenieure sollen Schwachstellen in der Open-Source-Lieferkette identifizieren, prüfen und schließen. Unternehmen können verifizierte Sicherheits-Patches über ein Abonnementmodell direkt in ihre Systeme einbinden. Die Pilotpartner lesen sich wie ein Who’s who der Finanzbranche: Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Citigroup, Morgan Stanley, Bank of America, Visa und Mastercard testen das System bereits.
Quantencomputer als langfristige Wette
Parallel dazu hat IBM ein milliardenschweres Quantencomputing-Programm angekündigt. Über die nächsten fünf Jahre will der Konzern mehr als zehn Milliarden Dollar investieren, um bis 2029 einen fehlertoleranten Quantencomputer in großem Maßstab zu bauen.
Das US-Handelsministerium stellt dafür voraussichtlich eine Milliarde Dollar aus dem CHIPS Act bereit. IBM will diesen Betrag verdoppeln und damit „Anderon“ gründen — eine eigenständige Tochtergesellschaft mit Sitz in Albany, New York. Anderon soll die erste reine Quantenchip-Fabrik der USA werden.
Charttechnisch notiert die Aktie mit 255,30 Euro rund 24 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Der RSI liegt bei 72,6 — technisch überkauft, aber mit fundamentalem Rückenwind. Das 52-Wochen-Hoch bei 271,80 Euro ist nun wieder in Reichweite.
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