IBM: HSBC hebt Kursziel auf 231 USD
IBM überrascht mit starken Quartalszahlen und neuer KI-Plattform, während die Aktie nahe dem Jahrestief notiert.

- Umsatz und Gewinn steigen deutlich
- Neue KI-Plattform "Bob" gestartet
- Analysten heben Kursziele an
- Aktie trotz guter Zahlen schwach
Starke Zahlen, schwache Kurse. Bei IBM klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der Technologiekonzern übertrifft die Gewinnerwartungen und rollt eine vielbeachtete KI-Plattform aus. An der Börse notiert das Papier dennoch nahe dem Jahrestief.
KI-Plattform treibt Analysten-Ziele
Die Bilanz für das erste Quartal fällt robust aus. IBM steigerte den Umsatz leicht auf knapp 16 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn kletterte um 15 Prozent auf 1,2 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf der Konzern die Markterwartungen.
Ein Treiber für das Software-Wachstum heißt „Bob“. IBM startete die neue KI-Plattform am Dienstag offiziell für Unternehmenskunden. Das System automatisiert die Software-Entwicklung. Intern nutzen bereits 80.000 Mitarbeiter das Werkzeug. Die Folge: Die Produktivität stieg dort im Schnitt um fast die Hälfte. Kunden zahlen für die Software-Miete nun zwischen 20 und 200 US-Dollar pro Monat.
Führende Investmentbanken reagieren auf die Offensive. HSBC hob das Rating auf „Hold“ an und korrigierte das Kursziel auf 231 US-Dollar nach oben. Parallel dazu erhöhte Morgan Stanley sein Ziel auf 225 US-Dollar. Die Experten verweisen auf die verbesserte operative Entwicklung.
Quanten-Fantasie und schwacher Chart
Langfristig rückt ein weiteres Geschäftsfeld in den Fokus. Analysten von HSBC bewerten IBMs Quantencomputing-Sparte mittlerweile mit rund 35 Milliarden US-Dollar. Bis Ende des Jahres will der Konzern einen praktischen Quantenvorteil erreichen. Dafür setzen die Entwickler auf den neuen Nighthawk-Prozessor.
Am Aktienmarkt spiegelt sich dieser Optimismus bisher kaum wider. Die IBM-Aktie schloss am Dienstag bei 198,22 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf gut 20 Prozent. Das Papier handelt deutlich unter der 200-Tage-Linie. Vom 52-Wochen-Hoch ist der Kurs weit entfernt.
Für Einkommensinvestoren liefert das Unternehmen verlässliche Ausschüttungen. IBM kündigte eine Quartalsdividende von 1,69 US-Dollar je Aktie an. Der Ex-Tag fällt auf den 8. Mai. Während die Margen im Softwaregeschäft steigen, blicken Marktbeobachter kritisch auf die Bilanz. Die hohe Verschuldung des Konzerns bleibt ein Bremsklotz für eine nachhaltige Neubewertung der Aktie.
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