IBM: KI-Backlog überschreitet 12,5 Milliarden

Trotz besserer Quartalszahlen als erwartet verliert die IBM-Aktie deutlich. Grund ist die schwächelnde Software-Sparte.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz und Gewinn übertreffen Erwartungen
  • Software-Segment enttäuscht mit Wachstumsdelle
  • Mainframe-Geschäft stützt das Gesamtergebnis
  • KI-Auftragsbestand wächst auf über 12 Mrd. Dollar

Starkes Quartal, schwacher Kurs — bei IBM klaffen operative Zahlen und Marktreaktion derzeit weit auseinander. Obwohl der US-Technologiekonzern die Erwartungen der Wall Street beim Umsatz und Gewinn übertraf, schickten Investoren die Papiere auf Talfahrt. Ein verlangsamtes Wachstum in der Kernsparte trübt die Stimmung.

Für das erste Quartal 2026 meldete das Unternehmen einen Gesamtumsatz von knapp 16 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem währungsbereinigten Plus von sechs Prozent und übertrifft die Konsensschätzungen. Auch der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 1,91 Dollar über den Prognosen.

Die Börse reagierte unerbittlich. Auf Wochensicht verlor das Papier über neun Prozent an Wert. Am Freitag ging die Aktie bei 193,40 Euro aus dem Handel. Damit notiert der Titel gefährlich nah an seinem 52-Wochen-Tief von rund 189 Euro.

Software-Sparte bremst Euphorie

Der Hauptgrund für den Ausverkauf liegt im Software-Segment. Der Bereich wuchs zwar auf 7,1 Milliarden Dollar an, Marktbeobachter bemängeln jedoch eine nachlassende Dynamik im Vergleich zu den Vorquartalen. Besonders das margenstarke Geschäft rund um digitale Transformation blieb hinter den hohen Erwartungen zurück.

Hinzu kommt die Zurückhaltung des Managements. Der Vorstand hielt an seiner bisherigen Jahresprognose fest, anstatt sie nach dem soliden Jahresauftakt anzuheben. Diese Entscheidung löste eine klassische „Sell-the-News“-Reaktion aus.

Mainframes stützen das Geschäft

Während die Software-Sparte schwächelte, zeigte die Infrastruktur-Abteilung unerwartete Stärke. Angetrieben von einem massiven Umsatzsprung im Z-Mainframe-Geschäft kletterten die Erlöse hier um 15 Prozent. Dieses zyklische Hardware-Geschäft stützte das Gesamtergebnis maßgeblich.

Parallel dazu wächst das Auftragsbuch für künstliche Intelligenz. CEO Arvind Krishna bezifferte das Volumen für generative KI auf über 12,5 Milliarden Dollar. Etwa 30 Prozent des gesamten Auftragsbestands entfallen mittlerweile auf diese Initiativen.

Analysten uneins, Dividende steigt

Nach Vorlage der Zahlen zeigten sich Analysten gespalten. Die DZ Bank stufte IBM auf „Kaufen“ hoch und verwies auf das langfristige Potenzial im Cloud- und KI-Markt. Andere Häuser wie Wedbush und Oppenheimer senkten ihre Kursziele hingegen auf 320 Dollar.

Ungeachtet der Kursverluste bestätigte IBM die nächste Dividendenanhebung. Aktionäre erhalten am 10. Juni 2026 eine erhöhte Quartalsdividende von 1,69 Dollar je Anteilsschein. Stichtag für die Ausschüttung ist Anfang Mai.

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